Zwei raumhohe Fensterbänder prägen das Erscheinungsbild der Werkhalle Balm. Fotos: Manuel Stettler
Im Auftrag von Ernst Schweizer AG

Absturzsicherung aus Glas

Ein Industriegebäude in Muotathal glänzt mit einer grossflächigen Glasfassade. Für das Erscheinungsbild und die Sicherheit sorgt eine absturzsichere Brüstungsverglasung.

In Muotathal steht ein Industriegebäude der besonderen Art. Die Firma Kopp Fenster stellt hier Schiebetüren und Fenster her und hat sich mit der Werkhalle Balm einen neuen Ort für ihre Produktion gebaut. Die Bauherrschaft wollte also aussen zeigen, was innen geschaffen wird. Das für die Architektur zuständige, ebenfalls in Muotathal ansässige Büro Suterholz hat dem Gebäude daher zwei raumhohe Fensterbänder verpasst, die das Erscheinungsbild der Fassade prägen.  Wo ein herkömmliches Industriegebäude wohl mit einer neunzig Zentimeter hohen Blechbrüstung versehen wäre, haben die Architekten eine Absturzsicherung aus Glas eingesetzt, die von aussen kaum sichtbar ist. «Die hohen Fenster bringen so viel Licht in die oberen Geschosse», sagt Ruedi Suter, Geschäftsführer bei Suterholz.


Ein Industriegebäude der besonderen Art: Die Werkhalle Balm der Firma Kopp Fenster.

Im 2. Obergeschoss haben die Architekten eine Absturzsicherung aus Glas eingesetzt.

 
Zum Einsatz gekommen ist das Fenstersystem ‹Windura Classic› der Firma Ernst Schweizer, einem langjährigen Zulieferer der Bauherrschaft. Im zweiten Obergeschoss sind 53 Elemente auf insgesamt 291 Quadratmetern verbaut. Die Absturzsicherung aus Glas ist ein fester Bestandteil des Systems, sodass der Fensterbauer dem Architekten als Ansprechpartner für die komplette Umsetzung dient. «Die üblichen Schnittstellen zu anderen Handwerkern sind weggefallen», meint Ruedi Suter. Die Integration ersparte ihm die Planung von zusätzlichen Geländern oder deren Verstärkungen in der Fassadenleibung und schafft Platz für die Beschattung oder den Insektenschutz.



Der Absturzsicherung aus Glas ist auch von innen kaum sichtbar.

Die Absturzsicherung ist nahtlos ins Fenster integriert.

 «Die integrierte absturzsichere Brüstungsverglasung ist einmalig in der Schweiz», erklärt Rolf Lerch, Produktmanager bei der Ernst Schweizer AG. Dort ist man neben der optisch nahtlosen Integration und der vereinfachten Planung stolz auf die schnelle und einfache Montage des Systems. «Die Glashalterung ist bereits im Fensterrahmen eingebracht, sodass der Einbau der Brüstungsscheibe von der Innenseite erfolgen kann», erklärt Lerch. «Die fertig bearbeiteten Rahmenprofile werden mit sämtlichem Zubehör geliefert». So seien weder Anpassungen in der Holzbearbeitung noch zusätzliches Werkzeug nötig.


Die Rubrik Werkplatz ist eine Kooperation von Hochparterre mit ausgesuchten Firmen und Institutionen des Werkplatzes Schweiz.

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