Mit dem dritten Entwurf für Revision des Raumplanungsgesetzes zum Bauen ausserhalb der Bauzonen wird die Bautätigkeit weiter zunehmen.

«Der Entwurf strotzt vor Schwammigkeit»

Die «NZZ» über die geplante Revision des Raumplanungsgesetzes zum Bauen ausserhalb der Bauzonen. Ausserdem in der Presse: Naturschutz vs verdichtetes Bauen in Riehen und noch ein Hochhaus für Rorschach.

Die Revision des Raumplanungsgesetzes zum Bauen ausserhalb der Bauzonen dümpelt seit Jahren vor sich hin. Jetzt geht ein dritter Entwurf in die Vernehmlassung. «Mit diesem wird die Bautätigkeit ausserhalb der Bauzonen aber nicht ab-, sondern weiter zunehmen», schreibt Alain Griffel, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Zürich, in der «NZZ». Der Entwurf kranke an zwei Systemfehlern: zum einen müsste der Bundesgesetzgeber festlegen, welche Nutzweisen ausserhalb der Bauzonen überhaupt zulässig sein können. Doch der Entwurf strotze nur so vor Schwammigkeit. «Der zweite Fehler besteht darin, dass der neue, wenn auch gänzlich verunglückte Planungsansatz den heutigen Regelungswirrwarr mit seinen zahlreichen Ausnahmetatbeständen nicht ersetzen, sondern ergänzen soll. Auf ein komplexes System soll also ein zweites komplexes System aufgepfropft werden», schreibt Griffel und schliesst: «Sollte das, was nun vorliegt, Gesetz werden, so dürften wir bald wieder dort sein, wo wir 1969 waren.»

Weitere Meldungen:

– «Bauen beim Naturreservat»: Auf dem früheren Gelände des Alters- und Pflegeheims Humanitas will die Allreal-Gruppe den Spagat zwischen Naturschutz und verdichtetem Bauen schaffen, schreibt die «Basler Zeitung».

– «Warum der Kanton Waadt das ‹Mobility Pricing› nicht will»: Die von Doris Leuthard 2016 lancierte Abgabe soll den Verkehr reduzieren. Die Waadtländer Regierung hält sie für asozial, schreibt «24heures».

– Zusammen mit den Büro für Baukultur in Teufen hat die St.Gallerin Nina Keel die Plattform  «Frauen Bauen!» entwickelt. Geplant sind Ausstellungen, Sommcamps und ein Podiumsgespräch. Im Mittelpunkt steht die Arbeit von Architektinnen. Das «St.Galler Tagblatt berichtet.

– «Noch ein Hochhaus für Rorschach»: Drei markante Hochhäuser hat Rorschach schon. Nun soll nicht weit davon entfernt ein neues, neunstöckiges Geschäfts- und Wohnhaus gebaut werden. Das «St.Galler Tagblatt» informiert.

– Die Alp Sprella in der Val Mora im Münstertal wird künftig als SAC-Hütte genutzt. Seit zwölf Jahren laufen die Projektarbeiten zur Umnutzung bereits, nun liegt die Baugenehmigung vor. Die «Südostschweiz» berichtet.

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