Der Kanton ist einer der grössten Grundeigentümer in St.Gallen. Fotos: Beni Blaser

«Chance für die Stadtentwicklung»

In St.Gallen will die SP eine politische Strategie für Umnutzungen entwickeln, schreibt das «Tagblatt». Ausserdem in der Presse: Lampugnani lobt den banalen Wohnungsbau und Libeskind baut in Laufen.

Der Kanton ist einer der grössten Grundeigentümer in St.Gallen. Einzelne seiner Liegenschaften werden in absehbarer Zeit frei, so beispielsweise die Hauptpost oder das Zeughaus. Wie diese kantonalen Liegenschaften danach genutzt werden, ist für die Stadt von grösstem Interesse. Davon sei die SP-Stadtpartei überzeugt, schreibt das «Tagblatt». Zusammen mit Fachleuten und der Öffentlichkeit will sie daher eine «Stadtstrategie 2024» für eine öffentliche Diskussion entwickeln. Zwar sei der Nutzungsdruck auf Liegenschaften in St.Gallen kleiner als etwa im Grossraum Zürich, aber man solle die Chance die man mit dem grossen Entwicklungspotenzial habe, nicht durch Untätigkeit vergeben.

Weitere Meldungen:

– «Es lebe der banale Wohnungsbau!» In der Stadt ist gerade die schlichteste Architektur Avantgarde schreibt Vittorio Magnago Lampugnani in der «NZZ».

– Daniel Libeskind war zu Besuch in Laufen (BL). Der New Yorker plant hier an einem Wohn- und Geschäftshaus. Die «BZ» informiert.

– Das Berner Inselareal wird noch lange eine Grossbaustelle bleiben. Denn die Medizinische Fakultät der Uni will in Spitalnähe Neubauten errichten, berichtet der «Bund».

– Landschaftsschutz kontra Energiewende: Dieser Zielkonflikt zeigt sich beim geplanten Trift-Stausee hoch über dem Gadmental im Osten des Kantons Bern. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

– Die Zukunft des Bahnhofs sorgt Rahmen der Thuner Ortsplanung für hitzige Diskussionen. Organisationen und Politiker schlagen nun eine unterirdische Anlage vor, schreibt die «BZ».

– In Hitzkirch sollen in einem Mehrgenerationenquartier Jung und Alt zusammenleben. Jetzt liegt das Resultat des zweiten Teilprojekts vor, meldet die «LZ».

– Das Winterthurer Unternehmen Designwerk Products AG startet mit elektrischen Mülltransportern der Marke Futuricum durch. Die «NZZ» berichtet über die emissionsfreie Müllabfuhr.

– Ai Weiwei verkauft sich unter dem Vorwand der Demokratisierung von Kunst an eine deutsche Baumarktkette, meldet der «Tages-Anzeiger».

 

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Kommentare

Andreas Konrad 13.02.2020 16:03
«Wollen sie ihre gesellschaftliche Aufgabe erfüllen, müssen sich die neuen preiswerten Wohnbauten an den historischen, ja an den ursprünglichen orientieren. » ( ... ) «Sie müssen eine produktive Beziehung zum Hof, zur Strasse, zum Platz, zum Quartier, ja zur Stadt als Ganzem eingehen.». Herr Lampugnani verlangt die Abkehr , zwischen den Zeilen gar den Tod der Nachkriegsmoderne. Und er hat recht : Die trostlosen Siedlungen sind auch mit gutgemeinten Verdichtungen nicht mehr zu retten. Sie gehören weg und müssen dem überkommenen Stadtbild, das tief in der europäischen DNA verwurzelt ist, Platz machen. Das verirrte ästhetische und städtebauliche Elend des letzten Jahrhunderts, nämlich tristes Abstandsgrün und glatte Blocks, die sich nicht zwischen Stadt und Dorf entscheiden können, gehören weg.
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