Auch der neue Olma-Turm von Hutter Nüesch Architekten (links) hat kaum mehr eine Chance. Bereits früher scheiterte das Projekt von Bhend.Klammer Architekten.

Wieder ein Nein zum Olma-Turm

Zum zweiten Mal droht ein Hochausprojekt für ein Kongresszentrum mit Hotel der St. Galler Olma zu scheitern. Das Verwaltungsgericht schützt die Einsprachen der Nachbarn.

Die St.Galler Olma-Messen wollen seit langem ein neues Kongresszentrum mit Hotel bauen. Auf einer Parzelle, auf der die legendäre Degustationshalle 7 stand, die im Oktober 2000 niederbrannte, schlug die Messe zuerst einen Turm der Zürcher Architekten Bhend.Klammer vor. Dagegen liefen die örtlichen Architekten Sturm, denn die Olma hatte einen Studienauftrag an nur drei Büros vergeben. Als es dann um die Umzonung des Grundstücks ging, die zur Realisierung nötig war, stoppte der Stadtrat das Projekt, denn kurz zuvor war eine andere Umzonung in einer Volksabstimmung gescheitert und auch gegen den Olma-Turm gab es laute Opposition. Die Messeleitung entschied sich darauf für einen neuen Anlauf mit einem Architekturwettbewerb. Den gewannen Dominik Hutter und Thomas Nüesch aus dem Rheintaler Ort Berneck. Diesmal rekurrierten die Nachbarn. Der Schattenwurf verletze die Bauvorschriften, ein privates Hotel sei zonenfremd und der Stadtpräsident hätte bei diesem Geschäft als Olma-Genossenschaftspräsident in den Ausstand treten müssen. Jetzt hat das St.Galler Verwaltungsgericht den Einsprechern recht gegeben. Zwar sind die Details des Entscheids noch nicht bekannt, aber auch für den zweiten Turm stehen die Chancen nun ziemlich schlecht.

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