Die Verbände der Kreativwirtschaft stehen zusammen.

Es ist dringend

Die Kreativwirtschaft mit ihren acht Teilmärkten besteht zu einem grossen Teil aus Klein- und Kleinstunternehmen. Sie sind besonders von der Krise betroffen. Nun fordern sie Unterstützung vom Bund.

Die Krise bringt die Verbände zusammen, die sich normalerweise um die Anliegen ihrer eigenen Branche kümmern. Dominic Sturm von der Swiss Design Association, Martina Unternährer vom Formforum und Matthias Sala von der Swiss Game Design Association haben einen Appell an den Bundesrat formuliert. Ihr Ziel ist es, gemeinsam auf die Notlage und Bedürfnisse der Kreativwirtschaft zu machen. Sie besteht zu einem grossen Teil aus Kleinstunternehmen, die von den bereitgestellten Notfallmassnahmen weitgehend ausgeschlossen sind. Vier Forderungen sollen der Kreativwirtwschaft durch die Krise helfen: Die Kurzarbeit für Kleinst- und Kleinunternehmen in der Kreativwirtschaft soll auch auf arbeitgeberähnliche Personen erweitert werden, sofern diese die obligatorischen ALV-Beiträge entrichtet haben: Jede 4. in der Kreativwirtschaft tätige Person ist selbständig erwerbend und hat als Einzelfirma keinen Zugang zu Kurzarbeit. Weiter soll die Vergabe von Liquiditätskrediten  erleichtert werden. Auch soll der Bund dafür sorgen, das Forschungsprojekte, die von Innosuisse und Horizon 2020 unterstützt sind, weitergeführt und die Auszahlungen innerhalb von Wochen gewährleistet werden. Der Appell gipfelt in der Forderung nach einem Notfallfonds (Emergo) für die Kreativindustrie – auf dass diese die Krise möglichst gut übersteht und damit Hunderttausende von Arbeitsplätzen erhalten bleiben, ganz abgesehen vom kulturellen und ökonomischen Wert, der mit der Kreativwirtschaft verknüpft ist. Die Gefahr, über Jahre hinaus einen ganzen Wirtschaftszweig zu zerstören, vereint die Branchen und ihre Berufsverbände – vom Industrial Design zum Kunsthandwerk, vom Game Design zur Innenarchitektur, von der Mode bis zur Werbung.

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