Die Ausgabe 2/2015 der Terra Grischuna stellt Graubündens Brücken vor.

Brücken und Brückenbauer

Die Zeitschrift Terra Grischuna stellt Brücken und Brückenbauer vor. Bemerkenswert, wie Ingenieure fürs breite Publikum schreiben: Wir lesen Beiträge von Jürg Conzett, dem Brückenbauer und –philosoph, Walter Bieler, dem Holzbrückenkönner, und Heiri Figi, dem langjährigen Chef des Brückenbaus im Tiefbauamt.

Terra Grischuna ist ein Magazin, das seit 75 Jahren über Natur und Kultur in Graubünden berichtet. Bündnerinnen, in der Welt verstreut, trösten damit ihr Heimweh, zusehends lesen es auch Bündner zuhause, denn der neue Leiter Christian Dettwiler engagiert sich sichtlich für Kultur, vorab für Baukultur, Architektur, Kunst und Design. So in der neuen Ausgabe, die er den «Brückenbauern Graubündens» widmet. Terra Grischuna ist ein Heft fürs breite Publikum, aber es ist interessant zu sehen und zu lesen, wie das Brückenbauen vermittelt werden kann. Dettwiler taucht in die Geschichte ein und schreibt lockere, bauhistorische Aufsätze, wie die alten Helden ihren Beruf dem Transit über die Alpen zu verdanken haben. Das gilt auch für die neuen, denn wo keine Strasse, kein Ingenieur und in Graubünden gibt es viele Strassen und natürlich auch die über viele Brücken fahrende RhB. Bemerkenswert ist, dass es Dettwiler gelungen ist, Ingenieure selber zur Feder zu überreden. Und so lesen wir Beiträge von Jürg Conzett, dem Brückenbauer und –philosoph, Walter Bieler, dem Holzbrückenkönner, und Heiri Figi, dem langjährigen Chef des Brückenbaus im Tiefbauamt. Und wir haben Freude, wie die Ingenieure schreiben können und zwar so, dass es der interessierte Laie versteht und der Fachmann sagt, gut, wie sie das erzählen und stimmen tut es ja auch. Kurz – ein lesenswertes Heft. Auch ein Blick in den Magazinteil lohnt sich. Da steht zu lesen und zu schauen, wie die Szene des Textildesigns in Graubünden blüht dank Designerinnen, die im Unterland wirken, dank Spinnereien und Webereien im Kanton und dank Künstlern, die Dessins entwerfen.

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