Dürrenmatt als Lesung, Theater, Konzert, gemalt und performed, spazierend erleben.

Tagestipp Kultur: Im Bad mit Dürrenmatt

Wieder rausgehen und die Kultur am Laufen halten: Der heutige Tagestipp führt ins Max-Frisch-Bad, wo Dürrenmatt gelesen, gespielt und projiziert wird.

Die zwei Herren mit markanter Brille halten zusammen. Friedrich Dürrenmatt darf bei Max Frisch ausufernd Geburtstag feiern. Auch wenn der Freudentag erst im Januar des kommenden Jahres ist, beginnt das Fest bereits nächsten Samstag, den 11. Juli 2020, mit einer «Monsterlesung» im Max-Frisch-Bad. Die 37 Bände der Gesamtausgabe werden in besonderer Form vorgelesen. Die Veranstalter streamen die 206 Lesestunden in verschiedenen Performances aus dem Exil (Museum Strauhof und Theater Winkelwiese). Das Bild projizieren sie auf Leinwände, positioniert an verschiedenen «idyllischen Ecken» im Park, und den Ton übertragen sie über die Smartphones auf die persönlichen Kopfhörer. Das Publikum darf frei durch das Bad flanieren und so die Ab- und Reihenfolge mitbestimmen. Auf freier Fläche und unter freiem Himmel passt sich das Konzept den Corona-Schutzmassnahmen an.

Hinter der audiovisuellen Inszenierung steht das «Maison du futur», ein «nationales Innovationszentrum für die Künste», das entlang neuer Technologien wie Artificial Intelligence (AI), Augmented Reality (AR) und Big Data Literatur als erzählerisches Erbe erforscht. Und so rücken sie auch Dürrenmatts Auseinandersetzungen mit Fragen zu Technologie, Wissenschaft und Gesellschaft ins Zentrum der Veranstaltung.

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