Das gesamte Manegg-Areal Fotos: Michael Meier Marius Hug Architekten

Wieder ein Wettbewerb auf dem Zürcher Manegg-Areal entschieden

Michael Meier und Marius Hug gewinnen einen Studienauftrag mit fünf eingeladenen Architekturbüros. Ihr Projekt fügt sich am besten in das gesamte Areal ein.

Wir sind im Süden von Zürich. Hier an der Sihl, wo einst Papier hergestellt wurde, redet man schon vom grössten Entwicklungsgebiet Zürichs. Bisher kannte man das Linsenförmige Gebiet zwischen Autobahn und Fluss unter dem Namen Manegg. Die eine Hälfte des Gebiets hat Losinger-Marazzi AG übernommen mit der Verpflichtung auch genossenschaftliche Wohnungen zu entwickeln. Das Gebiet hat man in Greencity umbenannt. Einige Studienaufträge und Projektwettbewerbe sind bereits entschieden. Nach Aussen herrscht gemeinsame Freude. Stadt und Politik rühmen sich, dass man den Entwickler zu günstigen Wohnungen zwingen konnte. Und die Losinger-Marrazzi AG präsentiert brav ein Wettbewerbsergebnis nach dem andern (bisherige Gewinner sind Adrian Streich, Zita Cotti, Peter Märkli, Steib & Geschwentner, Gigon/Guyer, JSWD Architekten (Köln), AS.Architecture (Paris) und EM2N). Hinter den Kulissen hört man aber, dass es knirscht. Architektenleistung und -honorare seien unter enormen Druck. Das ist noch einer der harmloseren Vorwürfe.


Über der Strasse in der andern Hälfte der Linse auf dem Philipps-Areal ist nun ein weiterer Studienauftrag entschieden. Die Parzelle ist im Besitz der Avaloq Properties AG. Sie will mehr Büroarbeitsplätze und neu auch Wohnungen bauen. Deshalb hat sie einen Studienauftrag mit fünf eingeladenen Architekturbüros durchgeführt. Nach einer Überarbeitung zweier Projekte entschied sich das Beurteilungsgremium einstimmig für den Vorschlag von Michael Meier und Marius Hug und gegen das Projekt von Philipp Esch und Stephan Sintzel. Während Esch und Sintzel an ihrer  hohen Dichte scheitern – die angestrebte Dichte wirft sowohl im Städtebau als auch in den Wohntypologien eher Fragen auf, schreibt die Jury –, gelingt Meier und Hug vor allem die Einordnung in das gesamte Manegg-Areal. «Das Projekt überzeugt auf unterschiedlichen Massstabsebenen», schreibt die Jury. Aber ganz zufrieden ist sie noch nicht, denn zwar sei Entwicklung der Wohnhäuser an der Sihl gelungen, doch das Wohnhaus an der südlichen Allmendstrasse überzeuge noch nicht. Sie erwartet hier, am südlichen Zugang zum Manegg-Areal eine stärkere Antwort.

Manegg West Avaloq, Zürich

Studienauftrag mit fünf eingeladenen Teams für die Avaloq Properties AG, Zürich


Weiterbearbeitung

– Michael Meier Marius Hug Architekten, Zürich, mit Schmid Landschaftsarchitekten, Zürich


Weitere Teilnehmer

– esch.sintzel, Zürich (Projekt überarbeitet)

– sabarchitekten, Basel

– EM2N, Mathias Müller Daniel Niggli, Zürich

– Carlos Martinez Architekten, Berneck

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