Wer hat es geschrieben?

Wir haben zwar bemerkenswerte, aber völlig unverständliche Sätze im Jurybericht für das Zürcher Freilager gelesen und fragen uns, von wem sie stammen.

Im Jurybericht für den Studienauftrag des Teilgebiets C auf dem Zürcher Freilager steht folgender Satz: «Ihre Wahl oder zumindest die sich daran entzündende Kritik der fehlenden Abendbesonnung in den Hauptbalkonen, lässt das latente Vorhandensein paradigmatischer Werte, kollektiver Wahrnehmungsschemata, die für einen bestimmten kulturellen Raum charakteristisch sind, hervortreten.»

Sie verstehen das nicht? Vielleicht hilft Ihnen der nächste Satz: «Die Kunst der Symmetrie verdient unser aller Hochachtung, doch sie nur als Ähnlichkeit oder gar spiegelbildliche Wiederholung von Teilen zu bezeichnen und nicht die Beziehung der Massen, die nach einem bestimmten Rhythmus festgelegt sind, einzubeziehen, wäre gleichbedeutend mit der Behauptung, dass wegen der Gleichheit der beiden Körperhälften auch der kurze Seitenflügel gegenüber dem Bachwiesenweg einmal mehr einer Spiegelung unterworfen werden müsste.»

Beschrieben ist das Siegerprojekt von Nahoko Hara, Zeno Vogel und Wingender, Hovenier Architecten, das im nächsten hochparterre.wetttbewerbe 1/2011 zu sehen ist. Von wem stammen die aufhellenden Sätze? Es muss eine Fachpreisrichterin oder ein Fachpreisrichter aus dem Beurteilungsgremium gewesen sein: Peter Ess, Patrick Gmür, Markus Peter, Astrid Staufer oder Günther Vogt?

Kommentare

Roderick 28.01.2011 10:59
Wahrscheinlich hat Markus Peter den Grundstock geschrieben, dann kam Günter Vogt und hat mindestens je drei Nebensätze eingebaut. Am Schluss hat Patrick Gmür dann noch magistral versucht, den Sätzen eine künstlerisch-absurde Note zu verleihen. Sechs Punkte ans Team!
Ivo Bösch 28.01.2011 11:13
Erstaunlich ist nur, dass unser hochgeschätzter und manchmal sprachlich hemdsärmlige Peter Ess als Moderator da nicht eingegriffen hat.
David Ganzoni 28.01.2011 12:22
"Des Erworbenen sicher begeben sich die Projektverfassenden in Gefahr der Erwerbung." So schliesst der Jurybericht und lässt uns mit der bangen Frage allein: Ist die Erwerbung gefährdet oder sind die Projektverfassenden in Gefahr - oder sind sie etwa selber gefährlich?
Christof 28.01.2011 15:07
Folglich doch Peter Vögeli es erschrieben wurde und kulturell erschaffen gehaben müsste
Volker Bienert 28.01.2011 17:44
Markus Peter, keine Frage! Wer Lust auf mehr von ihm hat, hier zwei-drei weitere Leseproben: (siehe Jurybericht Wettbewerb WPZ Blumenrain Zollikon, ZH, 2010 http://www.zollikon.ch/dl.php/de/0ddc8-n2ncp2/Bericht_Beurteilungsgremium_101222.pdf (Seiten: 27,28 und 67,68 sowie 75 und noch feiner: Jurybericht Wettbewerb IZLB Winterthur 2010 http://bau.winterthur.ch/fileadmin/user_upload/AmtfuerStaedtebau/Dateien/Juryberichte/Jurybericht_IZLB_Sieger-Überarbeitung.pdf Seiten 27,28 sowie: http://bau.winterthur.ch/fileadmin/user_upload/AmtfuerStaedtebau/Dateien/Juryberichte/Jurybericht_IZLB_Projekt-Überarbeitung.pdf Seiten 41, 42
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