Visualisierung aussen

Strandbad Mythenquai: «Das Gebäude als Filter»

Elia Marevez gewinnt den Projektwettbewerb für ein neues Kioskgebäude im Strandbad Mythenquai in Zürich. Die Architektin wählt für Hochparterre eine Visualisierungen und drei Pläne aus und beantworten unsere drei Fragen.

Elia Malevez gewinnt den Projektwettbewerb für ein neues Kioskgebäude im Strandbad Mythenquai in Zürich. Die Architektin wählt für Hochparterre eine Visualisierungen und drei Pläne aus und beantworten unsere drei Fragen.


Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?

Elia Malevez: Die Erfindung ist vielleicht einfach eine andere Betrachtung der Natur, der Kultur und der Zeit. Eine Betrachtung die sich nebst den Sinneseindrücken (hören, sehen, fühlen) der intuitiven Wahrnehmung zuwendet und diese architektonisch verarbeitet. Aus dieser Betrachtung resultiert die Wertschätzung bestehender Qualitäten im Strandbad Mythenquai und die Einordnung sowie Charakterisierung des Gebäude als Diener der erwünschten neuen Funktionen.


Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?

Es führt bestehende Ordnungen fort und fügt sich daher selbstverständlich in die Umgebung ein. Es orientiert sich gleichwertig an der Natur und der Kultur. So sind z.B. der See und die Strasse, die grossen Bäume und die bestehenden Bauten gleichwertige, entwurfsbestimmende Umgebungselemente. Aber auch die Witterung und die Jahreszeiten, als sich verändernde Umgebung, nehmen Einfluss auf das Aussehen des neuen Kiosks. Zu seinen Nachbarbauten verhält sich das Gebäude wie ein Geschwister, zur Natur wie ein Filter: Den Bedürfnissen der Menschen entsprechend zirkuliert Luft ohne Schranke, Sonnenlicht und Hitze werden abgeschwächt.


Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?

Einerseits in der Diskrepanz von Eigenständigkeit und Einordnung, andererseits im Verlagern der Konzentration weg von der Architektur hin zum Sonnenbaden. Also ein souveränes Projekt zu entwerfen, das sich in die Umgebung einpasst, das funktioniert und anmutig ist ohne Selbstzweck zu sein.

Kioskgebäude Strandbad Mythenquai

Offener Projektwettbewerb mit 140 Architekturbüros für die Stadt Zürich.
– 1. Rang: Elia Malevez, Architektin, Sarnen
– 2. Rang: Barao-Hutter Architektur, Zürich
– 3. Rang: Althammer Hochuli Architekten, Zürich
– 4. Rang: Koni Hürlimann Architekt, Zug
– 5. Rang: Ladner Meier Architekten, Zürich
– 6. Rang: Lyra, Zürich
– 7. Rang: Damir Masek, Zürich

Kommentare

Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen