Die hölzernen Balkone prägen den Entwurf von Peter Märkli. Fotos: zVg

Steib & Geschwentner und Peter Märkli bauen an der Greencity

Der Studienauftrag für die Baufelder B1 Nord und Süd der Greencity in Zürich ist entschieden. Gewonnen haben Peter Märkli und Steib & Geschwentner, die je eine Parzelle bebauen.

Für die Gestaltung des neuen Stadtteils Greencity im Süden Zürichs setzt Projektentwickler Losinger Marazzi konsequent auf Konkurrenzverfahren. Nach den ersten Wettbewerben ist nun der Studienauftrag für die Baufelder B1 Nord und Süd entschieden. Gewonnen haben Peter Märkli und Steib & Geschwentner Architekten, die je eine Parzelle bebauen. Wer auf welchem zum Zuge kommt, ist noch nicht entschieden. Beide Projekte orientieren sich nahe am Gestaltungsplan, der zwei offene Höfe definiert. Rötliche Lochfassaden und die hölzernen Balkonseiten prägen den Entwurf von Märkli. «Sie geben nicht nur den Gebäuden von aussen ihren spezifischen Charakter, sondern verleihen auch der Wohnung unterschiedliche Zonen und Qualitäten», schreibt die Jury. Die Holzbrüstung schützt die raumhoch verglasten Wohnbereiche vor Einblicken. «Auch die Wohnungen sind interessant», so das Preisgericht. «Durch die Enfilades über die Bäder oder Reduits profitieren die Wohnungen von einer zusätzlichen Ebene von inneren Wegen.»

Steib & Geschwentners Entwurf ist aussen mit klaren Loggienbändern gegliedert. Im Hof löst sich diese Stringenz auf: Unterschiedlich lange Laubengänge erschliessen die Wohnungen, die nicht an den Treppenhäusern angeschlossen sind. So ergeben sich kleine, überhohe Aussenräume. Die Jury ist beeindruckt: «Das Projekt besticht durch die räumliche Organisation der Gebäude.» Sie erlaube eine Vielfalt an Räumen, dennoch sei das Verhältnis zwischen Geschoss- und Nutzfläche «ausserordentlich vorteilhaft». Die Wohnungen sind immer um einen zentralen Wohnbereich organisiert. «Damit ergeben sich auch in einzelnen eher nachteilig geschnittenen Wohnungen interessante räumliche Fassungen», urteilt das Preisgericht.

Greencity: Baufelder B1 Nord und Süd

Studienauftrag auf Einladung mit fünf Teams für Losinger Marazzi
– Weiterbearbeitung: Peter Märkli Architekt, Zürich; und Steib & Geschwentner Architekten, Zürich
– Weitere Teilnehmer: agps architecture, Zürich, Baumschlager Eberle, St. Gallen, BS+EMI Architektenpartner, Zürich

Kommentare

hane fischer 10.10.2012 19:38
...jetzt wird's interressant....märkli oder steib...ich kenne eine umzugsfirma in luzern...h
Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen