Bauzeit Architekten schlagen eine einfache Stadtstruktur vor mit Zeilen, die quer zum Wasser stehen.

Aufbruch am Bielersee

Auf dem Nidauer Expo-Areal plant Biel ein neues Stadtquartier mit dem zungenbrecherischen Namen «Agglolac». Den Wettbewerb, der erste städtebauliche Ideen dafür sucht, gewinnt das Bieler Büro Bauzeit Architekten.

Auf dem Nidauer Expo-Areal in Biel ging vor über zehn Jahren die Landesausstellung über die Bühne. Nun plant die Gemeinde am Ufer des Bielersees ein neues Stadtquartier mit dem zungenbrecherischen Namen «Agglolac». Den Wettbewerb, der erste städtebauliche Ideen dafür sucht, gewinnt das Bieler Büro Bauzeit Architekten. Sie schlagen eine einfache Stadtstruktur vor mit Zeilen, die quer zum Wasser stehen. Entlang des Sees planen sie eine grosse Grünzone, denn das Ufer soll öffentlich zugänglich bleiben. Die Architekten wollen keine lineare Stadtfront ausbilden, «sondern eine zwischen Bebauung und Landschaft vermittelnde offene Schicht», schreibt die Jury. Um das Vorhaben zu realisieren, haben sich die Städte Nidau und Biel mit der Immobiliengesellschaft Mobimo zu einer Projektgesellschaft zusammengetan. Die fünf erstplatzierten Architekten werden nun ihre Konzepte im Rahmen einer Testplanung verfeinern, die im November abgeschlossen sein soll. Manche sehen eine homogene, dichte Hof- oder Blockränder vor, andere legen den Uferpark weit hinein in die Siedlung oder zeichnen viele verschiedene Stadttypen nebeneinander. Die Teams werden ihre Entwürfe in Werkstattgesprächen gemeinsam diskutieren. Die Bevölkerung kann sich während der Ausstellung der Arbeiten bis Ende Januar informieren und selber Ideen einbringen.

«Agglolac», Biel/Nidau

Selektiver städtebaulicher Ideenwettbewerb mit acht Teams für die «Agglolac» Projektgesellschaft
Teilnehmer Testplanung:
– 1. Rang: bauzeit architekten, Biel
– 2. Rang: Gwjarchitektur, Bern
– 3. Rang: Helsinki Zürich Office, Zürich
– 4. Rang: Dietrich Schwarz Architekten, Zürich
– 5. Rang: Baukontor, Zürich
Nicht Teil der Testplanung:
– 6. Rang: Agps.Architecture, Zürich
– 7. Rang: Hosoya Schaefer Architects, Zürich
– 8. Rang: Ernst Niklaus Fausch Architekten, Zürich

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