Garagengebäude in Herdern von Peter Kunz Architektur: «Fünf verglaste Betonkuben schieben sich wie Schaufenster in die grüne Landschaft und inszenieren den Blick auf die geparkten Autos» (Jurykommentar). Fotos: zVg

Architekturpreis «Schöner parken» (sic!)

Scherz oder echt? Unaufgefordert senden uns Maserati und die deutsche Eternit AG die Unterlagen zum Wettbewerb «Schöner Parken» zu. Gesucht waren «Räume für das private Automobil».

Scherz oder echt? Unaufgefordert senden uns die Automarke Maserati und die deutsche Eternit AG die Unterlagen zum Architekturwettbewerb «Schöner Parken» zu. Gesucht waren «besondere Räume für das private Automobil». «Die nominierten Objekte integrieren das Fahrzeug in die Architektur. Sie schaffen eine eigenständige architektonische Typologie und somit neue Formen zum Wohnen und Leben mit dem Auto», erläutert der Juryvorsitzende Gerhard Wittfeld die Besonderheiten der ausgewählten Wettbewerbsbeiträge. Auch die Jurykommentare zu den einzelnen Projekte wären zum Lachen, wenn sie komisch gemeint wären (siehe Bildlegenden). Ein unnützerer Wettbewerb ist uns noch selten untergekommen. Architektur und Mobiltät haben weiss Gott andere Probleme zu lösen, als wie das Ego-Auto im Ego-Häuschen steht. Drum fragen wir uns auch: Was in aller Welt machte die Zürcher Architektin Barbara Holzer in der Jury?

Kommentare

k. martin 21.04.2011 19:27
Also man darf das sicher kritisch sehen, aber ein wenig heuchlerisch finde ich diesen Artikel schon. Schliesslich ist es ja nicht so, dass Architekten und Designer sich sonst nur den ganzen Tag damit beschäftigen würden, die dringendsten Probleme der Welt zu lösen. Das ist ja auch voll okay. Auch wenn es manchmal schön wäre, sie würden weniger Zeit damit verbringen (müssen), sich und ihre Auftraggeber wichtig zu machen.
BrunoR. - bekennender Autoliebhaber 02.05.2011 13:29
Wenn Ihnen, Herr Honegger, das Thema „SCHÖNER PARKEN“ gegen Ihre Weltan-schauung geht, dann lassen Sie solche „eingesandt“ doch einfach im Kübel verschwinden. Spannende Architektur, innen und aussen, hat nun mal viele Gesichter. Jemand der sich nun einmal eine Extravaganz leistet (immerhin muss auch eine solche ordentlich bewilligt werden) gleich in die Ego-Ecke zu stellen, finde ich einer Architektur-Zeitschrift unwürdig. Es hört sich so missgünstig an. Halten Sie (wir) es doch lieber mit H. K. Laxness (1902-1998) „Wer immer nach dem Zweck der Dinge fragt, wird deren Schönheit nie entdecken.“
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Ich kann das Bild nicht lesen