Die Pläne für den Pfauensaal des Schauspielhauses Zürich erhitzen die Gemüter.

Widerstand gegen Pfauen-Abriss

Gestern informierten die Gegner der Zürcher Abrisspläne für den Pfauensaal im Schauspielhaus. Die «NZZ» berichtet. Ausserdem: Holzbrücken für Autobahnen und Schweizer Textilindustrie im Aufschwung.

«Hände weg von diesem Saal», titeln die Zeitungen von CH Media. Das Zürcher Schauspielhaus war die letzte Zuflucht für Künstler, die vor Hitler flüchten mussten. Die Stadt plant den Abriss des Theaters und erntet scharfe Kritik. Die «NZZ» berichtet von der Medienkonferenz, zu der gestern die Kräfte geladen hatten, die den Pfauensaal vor der Abrissbirne bewahren wollen. «Unter dem etwas seltsamen Titel «Der Pfauensaal gehört der Stadt Zürich» werden in einem halben Dutzend Referate die bekannten Argumente dargelegt», schreibt die Zeitung. Die Quintessenz fasst die «NZZ» so zusammen: Die Pfauenbühne sei zwar räumlich limitiert, aber technisch bestens ausgerüstet – und zudem nachrüstbar. Laut den Gegnern besteht also keine Handlungsnot, die einen Abriss rechtfertigen würde. Zudem sei die Zukunft der Theaterbranche nicht erst seit Corona voller Fragezeichen. Das sei kaum der richtige Moment für einen solchen Effort.

Weitere Meldungen:

– «Klimaschonende Holzbrücken für Autobahnen», titelt das «Bieler Tagblatt». Hochrechnungen der Berner Fachhochschule in Biel gehen davon aus, dass die Schweiz über die nächsten zehn Jahre mit Holzbrücken im Nationalstrassennetz 2,7 Millionen Tonnen CO2 einsparen kann.

– Die Schweizer Textilindustrie ist im Aufschwung, schreiben die Zeitungen von CH Media. «Besonders gut entwickeln sich Stickereien. Doch Risiken bleiben.»

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