Unmut über Zweitwohnungs-Vorschlag

Gestern präsentierte der Bundesrat den Entwurf des Gesetzes zur Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative. «Umweltschützer Franz Weber und seine Verbündeten sind äusserst unzufrieden», schreibt der «Tages-Anzeiger».

Gestern präsentierte der Bundesrat den Entwurf des Gesetzes zur Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative. Dieser sieht viele Sonderfälle vor. Unrentable Hotels etwa sollen nach 25 Jahren in Zweitwohnungen umgenutzt werden, schreibt der «Tages-Anzeiger». Zudem soll es möglich bleiben, touristisch bewirtschaftete Ferienwohnungen zu bauen, die permanent Gästen zur Miete angeboten werden. Und: Um Hotels und Ferienresorts zu finanzieren, sollen die Investoren 20 Prozent ihrer Geschossfläche als klassische Zweitwohnungen nutzen dürfen. «Umweltschützer Franz Weber und seine Verbündeten sind äusserst unzufrieden», so der «Tages-Anzeiger». Webers Zweitwohnungsexperte Pierre Chiffelle bezeichnet den Vorschlag als «völlig inakzeptabel», als «Kniefall vor der Bau- und Immobilienlobby». Werde das Gesetz nicht verbessert, werde man das Referendum ergreifen. Die Vertreter der Berggebiete sind mit der Marschrichtung hingegen zufrieden. Sie sprechen von einem pragmatischen Kompromiss.

Weitere Meldungen:

– Unternehmensberater Thomas Held kritisiert, dass der Zürcher Stadtrat das Kongresshaus umbauen will. Es brauche einen Neubau, meint er im Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

– Beim Bürkliplatz in Zürich soll ein Seerestaurant entstehen. Die Stadt erteilte den Plänen eine Abfuhr, der Kanton sieht das anders. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

– Der Zürichsee soll laut einem neuen Leitbild besser zugänglich werden, schreibt die «NZZ».

– «Die Kindheit wird zunehmend durchgestylt.» Die Designerin Shelly Rosenblum spricht mit dem «Tages-Anzeiger» über Modezwänge.

– Der «Tages-Anzeiger» zeigt die Bauprojekt amerikanischer IT-Giganten. «Die Architektur sagt einiges über die Firmenkultur aus.»

– Die Initiative zum Bau eines «Central Parks» beim Bahnhof Basel kommt im September vors Volk. Die «Basler Zeitung» berichtet aus dem Grossen Rat.

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