Das Basler «Spittel»: Das hohe Gebäude in der Mitte ist das Klinikum 2. Fotos: Unispital Basel

Spitalplanungsmurks in Basel

Ein Masterplan soll das Unispital Basel im Stadtzentrum belassen. «Diese Planung ist ein Murks» meint die «BAZ».

Ein Masterplan Campus Gesundheit soll den Verbleib des Universitätsspitals Basel am Petersgraben ermöglichen berichtet die «BAZ» auf ihrer ersten Seite. «Diese Spitalplanung ist ein Murks» schreibt Martin Brodbeck in seinem Kommentar. Denn statt das Klinikum 2 aus den Siebzigerjahren abzureissen («ein hässlicher, 40 Meter hoher Klotz, der die Predigerkirche erdrückt») und an dem Ort gemässigter zu bauen, ermöglicht der neue Masterplan eine Sanierung oder einen bis zu 60 Meter hohen Neubau. Das «parkartige Erscheinungsbild» soll, so heisst es im Leitbild, trotz der Verkleinerung des Grünraums erhalten bleiben. Basel klammere sich an den alten Spitalstandort, sagt der Kommentar, «die Nähe zum Campus der Uni sei ein Standortvorteil» hält Regierungsrat Carlo Conti dagegen. Der Masterplan soll die Grundlage für einen Wettbewerb bilden. Bis 2035 will das ab kommendem Jahr selbständige Unispital insgesamt rund eine Milliarde Franken in ihre Gebäude investieren.

Hier geht’s zum Mediencommuniqué des Bau- und Verkehrsdepartements Basel.

Weitere Meldungen:


– Einige Zeitungen berichten, der Ausbau von Sawiris’ Skigebiet zwischen Andermatt und Sedrun ginge voran: Uri und Graubünden haben die Anpassungen der Richtpläne genehmigt. Bereits 2013 sollen dort die ersten neuen Gondeln und Lifte laufen.

– Die «BAZ» schreibt über die Ausstellung der Masterarbeiten der Hochschule für Gestaltung und Kunst: «Bilder, die man kaufen und zu Hause an die Wand hängen kann, (...) werden von den Kunststudentinnen nicht mehr produziert.»

– Im Baselländischen Bund spricht die «BAZ» mit Thomas Sollberger, dem Präsidenten der Prattler Bau- und Planungskommission über Hochhaus- und Supermarktprojekte und berichtet, die Archäologie packe dieses Jahr grosse Projekte an.

– Der «Bund» und der «Tages-Anzeiger» melden, dass das Bundesamt für Kultur und der Verein Palafittes eine IPhone-App lanciert haben, die zu den vielen Fundstellen von Pfahlbauten führt. Die wurden am 27. Juni in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

– «Tages-Anzeiger» und «NZZ»: Der Eingangsplatz des neuen Mini-Quartiers Europaallee am Zürcher Hauptbahnhof wird nun nicht Le-Corbusier-Platz heissen, sondern Europaplatz. Das hat der Stadtrat nun beschlossen, aufgrund der Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Architekten. Als Trostpflästerchen überlegt die Strassenbenennungskommission nun, in der Umgebung des Heidi-Weber-Museums eine Strasse oder einen Platz nach ihm zu benennen. Das letzte Werk Le Corbusiers geht 2014 in den Besitz der Stadt über.

– Der Kanton Graubünden will bis 2021 über 100 Millionen Franken in den Bau eines neuen Verwaltungszentrums in Chur-West investieren, schreibt die «Südostschweiz» auf der ersten Seite. Ein Rendering zeigt einen Projektentwurf, allerdings soll erst im April 2012 ein Projektwettbewerb starten. Mit dem Zentrum, das in zwei Etappen entstehen soll, will der Kanton seine 670 Mitarbeiterinnen an einem Ort zusammenbringen. Ein Kommentar bezweifelt allerdings, ob das Grossprojekt vor dem Volk eine Chance hat.

– Die «NZZ» meldet den Start der Verschiebung des historischen MFO-Direktionsgebäudes in Zürich-Oerlikon. Und beschreibt, «wie man 6200 Tonnen auf die Reise schickt».

– Die «NZZ» schreibt auch, dass der Chef des Luxusmode-Konzerns Tod's, Diego Della Valle, das Römer Kolosseum, das Mailänder Opernhaus La Scala und die Ausgrabungsstätte Pompei vor dem Ruin retten möchte.

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