Landesausstellung ohne Land

Noch ist fast alles unklar über die in der Bodenseeregion geplante Expo27. Inhalte, Bilder und sogar Standorte fehlen. Politisch sieht die ‹NZZ› das Vorhaben aber auf Erfolgskurs. Für den durchschlagenden Erfolg lernen die Macher nun eifrig von der letzten Expo02.


«Noch verbleiben zwölf Jahre und drei Monate bis zum Start der nächsten Schweizer Landesausstellung – falls sie denn stattfindet», meint die ‹NZZ› und sieht die Ostschweizer Trägerkantone St. Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden «vor der Herausforderung, aus der Grundhaltung einer gesunden Skepsis den gesellschaftlichen Willen wachsen zu lassen, eine nächste Expo zu realisieren.» Mittlerweile gaben die Konferenz der Kantonsregierungen und der Bundesrat grünes Licht. Die gescheiterte Idee einer Expo 2020 durch die Alpenkantone und das Volks_nein Graubündens zu Olympischen Winterspielen 2022 kommen dem Grossprojekt zugute. Das weitere Vorgehen ist klar: Die Kosten für die Vorarbeiten von etwa 10 Millionen Franken sind das Risiko der Trägerkantone. Sollten sich die eidgenössischen Räte bis 2018 definitiv für eine Durchführung der Landesausstellung entscheiden, wird der Bund sich mit maximal einer Milliarde Franken beteiligen. Doch am Ende hat das Volk das letzte Wort. Damit die Sache gelingt, möchte man von der Expo 02 lernen, also früher starten, sich mehr Zeit nehmen, seriös Strukturen aufbauen und enger mit dem Bund kommunizieren. Von der «liebenswürdigen Gleichgültigkeit» der Bundespolitik gegenüber den Expo-Machern der Expo 02, ist jedenfalls keine Rede, so die ‹NZZ›.

Weitere Meldungen:


– «VBZ-Depots werden zukunftstauglich», titelt die ‹NZZ› über hohe Investitionen, welche in den nächsten Jahren in die Stadtzürcher Tramdepots fliessen. Hohe Kosten werden zu reden geben, dafür sind neue Standorte in den nächsten Jahren nicht nötig.

– Erneute Kritik an der Stadtberner Liegenschaftsverwaltung: Laut ‹Der Bund› zahlt in Herrschaftshäusern wohnende Politprominenz «Mietzinse, die weit unter dem Marktwert liegen».

– Eine ehemalige Rennbahnklinik in Muttenz wird für zehn Jahre zum provisorischen Studentenwohnheim. Die ‹Basler Zeitung› war vor Ort.

– Anfangs März stimmen die Stadtberner über eine Überbauungsordnung für das Inselareal ab. Laut ‹Der Bund› sind erste Neubauten bis 2020 geplant und das Inselspital will sich «auf 50 Jahre hinaus laufend weiterentwickeln können».

– Wenige Wochen nach der Abstimmung zur Ostrandbebauung prüft der Stadtbasler Grosse Rat eine «Öko-Ostrandbebauung». Die ‹Basler Zeitung› berichtet.

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