Das kantonale Verwaltungsgericht hebt die Planung für das Grossprojekt auf dem Flugplatzgelände in Dübendorf auf. Fotos: Kanton Zürich, Bundesamt für Zivilluftfahrt

«Innovationspark: Zürich droht eine Riesenblamage»

Das Zürcher Verwaltungsgericht stoppt das Grossprojekt in Dübendorf. «NZZ» und «Tages-Anzeiger» berichten. Ausserdem in der Presse: Home Office bei Novartis und Kritik an der BLS-Werkstätte.

Ein überraschendes Gerichtsurteil wirft das Zukunftsprojekt Innovationspark Zürich weit zurück. Das kantonale Verwaltungsgericht hebt die Planung für das Grossprojekt auf dem Flugplatzgelände in Dübendorf auf. Begründung: Für ein Vorhaben dieser Grössenordnung sei das Instrument des kantonalen Gestaltungsplans nicht vorgesehen, berichtet die «NZZ» heute. «Wenn der Gestaltungsplan scheitert, wäre das ‹eine Blamage sondergleichen› – und damit wäre das Thema Innovationspark Zürich gestorben, sagt Hans Klaus, der Stiftung Innovationspark Zürich dem «Tages-Anzeiger». Ist der Innovationspark nun also tot? «Nein», erklärt Klaus, «aber eine viel längere Verzögerung als bis zu einem allfälligen Bundesgerichtsurteil vertrage es nicht». Es gelte nun, Alternativen zu prüfen. Der Kantonsrat prüft das Projekt seit Ende 2018, als der Regierungsrat einen Verpflichtungskredit von 217 Millionen Franken beantragte. Kommissionspräsident Beat Bloch (CSP): «Wir müssen nun entscheiden, ob wir die Beratung sistieren – bis wir wissen, ob der Regierungsrat vor Bundesgericht geht und wie dieses allenfalls entscheiden wird.» Über dem Projekt habe immer ein Damoklesschwert geschwebt. «Für ein ganzes Entwicklungsgebiet den kantonalen Richtplan anzuwenden, das war planerisches Neuland.»

Weitere Meldungen:

– Der Basler Pharmariese Novartis erlaubt als eine der ersten Firmen in der Schweiz auch nach Corona das Arbeiten von zu Hause aus. Für die künftige Nutzung seiner Immobilien gibt es verschiedene Ideen, berichtet der «Tages-Anzeiger».

– Im Bündner Safiental wird die Machbarkeit einer neuen Sommerattraktion abgeklärt, und ein Projekt regionaler Entwicklung soll unter anderem einen durchgehenden Wanderweg auf Alpstufe ermöglichen. Die «Südostschweiz» berichtet.

– Gegen die geplante neue BLS-Werkstätte im Berner Chliforst hagelte es lange Kritik. Nun melden sich Befürworter, die um die Zukunft des ÖV bangen - und provozieren eine Schlammschlacht, schreibt der «Bund».

– Grünes Licht für den Abriss des «Rosskopfhauses»: Die Basler Denkmalpflege erachtet die alte Schmiede an der Rufacherstrasse als nicht schutzwürdig, berichtet die «Basler Zeitung».

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