Heikle Wohnpolitik des Zürcher Stadtrats

Stadt und Kanton Zürich subventionieren gezielt den Bau von Wohnungen, die Alten, Armen und Familien zugutekommen sollen. Eigenartigerweise wollen ausgerechnet die Genossenschaften nicht viel von dieser Art der Subventionierung wissen, schreibt die «NZZ».

Stadt und Kanton Zürich subventionieren gezielt den Bau von Wohnungen, die Alten, Armen und Familien zugutekommen sollen. Die «NZZ» schreibt heute, dass die Zahl der subventionierten Wohnungen sich von 23 635 im Jahr 1983 auf unter 7000 verkleinert habe. «Zieht man die subventionierten Jugendwohnungen ab, sank sie in den letzten 10 Jahren von 8924 auf 5719. Noch deutlich einschneidender war in der gleichen Zeit der Rückgang bei den Genossenschaften: Im Jahr 2002 betreuten sie 3342 subventionierte Wohnungen, 2012 waren es gerade noch 1389. Das entspricht einem Einbruch um 58,4 Prozent» zählt die «NZZ». Der Zürcher Stadtrat wolle nun seine Wohnpolitik wieder vermehrt auf spezifische Zielgruppen ausrichten – unter anderem eben mit der verstärkten Subventionierung von Wohnungen. «Eigenartigerweise wollen ausgerechnet die Genossenschaften nicht viel von dieser Art der Subventionierung wissen», heisst es in der «NZZ» weiter: «Peter Schmid, Präsident des Dachverbands der Zürcher Wohnbaugenossenschaften, macht kein Hehl daraus, dass subventionierte Wohnungen vielen Genossenschaften lästig sind, weil sie unter anderem administrativen Mehraufwand bedeuten. Angesichts der gegenwärtig tiefen Zinsen lohne es sich zudem kaum, Subventionen zu beziehen.»

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