Wo sich heute die Maag-Halle befindet, soll ein Quartierplatz mit Bäumen entstehen. (Visualisierung: Swiss Prime Site)

«Die Rettung der Maag-Halle ist gescheitert»

Trotz Unterschriften und neuen Bauregeln, kommt die Maag-Halle weg, berichtet der «Tages-Anzeiger». Ausserdem in der Presse: Seilbahnen gegen Zürichs Verkehrsprobleme und ein «dringendes Ja» zum CO2-Gesetz.

7000 Menschen haben eine Petition zur Erhaltung des Musical-Saals unterschrieben und der Zürcher Gemeinderat wollte die Bauvorschriften ändern, weil diese der früheren Industriehalle im Weg stehen. «Doch selbst die politische Nothilfe nützt nichts», schreibt der «Tages-Anzeiger» heute: «Die Eigentümerin Swiss Prime Site hält am Abriss fest.» Grund dafür seien die bereits 2004 beschlossenen «Sondernutzungsvorschriften» für das Industrieareal hinter dem Primetower. Dazu gehört auch eine Quartierstrasse, die durch den vorderen Teil der Maag-Halle führt. «Daher sind nur noch kleine Eingriffe erlaubt. Eine grössere Aufwertung, die für den Erhalt nötig wäre, liegt nicht drin», sagt Johanna Gerum,  Projektleiterin bei Swiss Prime Site im «Tages-Anzeiger». Darum habe sich die Eigentümerin auch für das Projekt des Büros Sauerbruch Hutton ohne Maag-Halle und gegen jenes von Lacaton & Vassal entschieden, das die Industriehalle erhalten will. Beide Projekte stammen aus dem 2019 ausgeschriebenen Wettbewerb, die Jury hatte letzteres zur Weiterentwicklung empfohlen. «Die Gegner aus dem Quartier wollen noch nicht aufgeben», schreibt der «Tages-Anzeiger». Aus Sicht von Swiss Prime Site sei die Sache aber entschieden.

Weitere Meldungen:

– «Können Seil- oder Hochbahnen Zürichs Verkehrsprobleme lösen?»: Der Zürcher Gemeinderat schrieb 2016 fünf neue Seilbahnstrecken in den regionalen Richtplan – der Regierungsrat strich fast alle wieder. Nun erhoffen sich drei Kantonsräte mit einem überraschenden Projekt mehr Glück. Die «NZZ» berichtet.

– «Lebendige Altstadt oder Ballermann?»: Daniel Kölliker und Konrad Schafroth leben und arbeiten beide in der Unteren Berner Altstadt. Aber ihre Sicht auf diese könnte unterschiedlicher nicht sein, schreibt der «Bund».

– «Urban mit Mass»: In den kommenden Jahren soll ein beim Bahnhof Aardorf ein Begegnungsplatz entstehen, «der einer baldigen Stadt würdig ist», schreibt das «St.Galler Tagblatt» und stellt das Projekt vor.

– Beim Wildpark Peter und Paul in St.Gallen soll ein neues Ökonomiegebäude gebaut werden. Gleichzeitig will man das unter Denkmalschutz stehende Kirchlihaus auf der Kuppe hoch über der Stadt aussen sanieren. Das «St.Galler Tagblatt» berichtet.

– «Junge wollen Wohneigentum, doch die meisten scheitern»: Eine Studie zu Lebenszielen sagt, dass viele junge Erwachsene vergebens vom Eigenheim träumen. Das liege nicht allein am Geld, schreibt der «Tages-Anzeiger».

– «Ein dringendes Ja zum CO2-Gesetz!», fordert die «Woz»: «Ein Nein wäre kein Stillstand und schon gar kein Neustart zu einem besseren Gesetz. Es wäre ein Rückschritt, ein Sieg der Erdöllobby, der die Klimapolitik auf Jahre blockieren könnte. Das können wir uns nicht leisten.»

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