Der «Campus Burgdorf» bleibt Vision – die Fachhochschule in Burgdorf wird mittelfristig aufgegeben. Fotos: PD

Biel gewinnt – Bern zweite Wahl

Der Berner Regierungsrat will beim Bahnhof Biel für über 100 Millionen Franken einen neuen Campus für die Berner Fachhochschule errichten. Nicht zum Zug kommt Bern, Burgdorf verliert den Schulstandort sogar.

Kein Standort sei gemäss des Berner Regierungsrates so gut für einen neuen Campus geeignet wie das Gelände beim Robert-Walser-Platz in Biel, angrenzend an den SBB-Bahnhof, schreibt «Der Bund». Hier sollen dereinst die Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau zentralisiert werden. Burgdorf, der mit rund 300 von total gut 5000 Studierenden kleinste BFH-Standort, soll aufgehoben werden. Für Biel als Campusstandort gesprochen habe, dass das Areal, das sich zum grössten Teil im Besitz der Stadt befinde, rasch verfügbar sei. Weitere Entscheidungskriterien waren die zentrale Lage, die gute Erschliessung und die Arealgrösse. Zudem sei die Nähe zur lokalen Industrie für die technischen Disziplinen wichtig. So wie die Hochschule für Künste die wegen der Kulturszene in die Stadt Bern gehöre. Burgdorf ist aus dem Rennen gefallen, weil das Potenzial als zu gering beurteilt wurde. Zudem könnten bloss zwei Departemente in Burgdorf untergebracht werden, und die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr sei im Vergleich zu Bern und Biel deutlich schwieriger. Einen Fertigstellungstermin für den BFH-Campus gibt es noch nicht, man hofft aber, dass er im Jahr 2020 bezogen werden kann. Ob Burgdorf den Entscheid akzeptieren werde, sei noch unklar.

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Weitere Meldungen:

– Jetzt berichtet auch der «Tages-Anzeiger» über die «Aktion Open Pfauen», welche die Zürcher Kunsthauserweiterung von David Chipperfield um elf Meter nach hinten verschieben möchte. Dazu ein Kommentar von Axel Simon.



– Der Flachdach-Initiative der Jungen Grünen droht das Aus, vermeldet die «NZZ». Sie fordert, dass auf Flachdächern «wo immer möglich» eine Sonnenenergienutzung installiert wird. Dafür gebe es keine Rechtsgrundlage im kantonalen Planung- und Baugesetz, so der Zürcher Stadtrat.



– Über einen «Abend im Zeichen handwerklicher Schönheit» berichtet die «Südostschweiz». Die Modistin Verena Philipp und der Flechter Bernard Verdet (siehe Massarbeit HP 12/10), sind vergangenen Dienstag von der Stiftung Bündner Kunsthandwerk ausgezeichnet worden. Die Preise überreichte Architekt Gion A. Caminada. Mehr dazu hier.

– Ebenfalls in der «NZZ» findet sich eine Besprechung Beat Wyss' Buch über die Weltausstellung in Paris. Dieser entziffere darin die Expo von 1889 als «Laboratorium der Globalisierung».

– Die «NZZ» berichtet zudem über eine Skibrille, die mit einem GPS-Modul und einem kleinen Bildschirm ausgerüstet ist. Dieser zeigt am unteren Rand der Brille die Uhrzeit an, stoppt die Zeit und informiert den Träger über die Höhe über Meer oder die Aussentemperatur.

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