Mit Erfolg wehrten sich Naturschützer gegen ein Projekt von Architekt Peter Zumthor auf der Insel Ufenau. Das soll künftig schwieriger werden. Fotos: zVg / Kloster Einsiedeln

Angriff auf den Landschaftsschutz

Die Energiestrategie erleichtert das Bauen in geschützter Natur. Nun will das Parlament zusätzlich die Macht der Eidgenössichen Natur- und Heimatschutzkommission mindern.

Die Energiestrategie erleichtert das Bauen in geschützter Natur. Nun will das Parlament zusätzlich die Macht der Eidgenössichen Natur- und Heimatschutzkommission (EHNK) mindern, berichtet der «Tages-Anzeiger». Im nächsten Monat nämlich befasst sich die Raumplanungskommission des Ständerats mit einem Vorstoss von Joachim Eder (FDP, ZG), der die Gutachten der ENHK radikal zurückstufen will. Sie sollen ihren verbindlichen Charakter verlieren und fortan nur noch als eine Grundlage unter vielen fungieren, wenn es um den Entscheid über eine Baubewilligung geht. Mehr noch: Eder schlägt auch vor, dass künftig kein «nationales Interesse» mehr vorliegen muss, um im geschützten Gebiet bauen zu dürfen. Künftig sollen dafür «öffentliche Interessen der Kantone» oder eine «umfassende Interessenabwägung» genügen. Fest steht, dass sich die Umweltverbände mit allen Mitteln wehren wollen. «Wir sind mit dem Referendum startklar», sagt Adrian Schmid, Geschäftsleiter des Schweizer Heimatschutzes. 

Weitere Meldungen:


– Rem Koolhaas hat hierzulande nur ein einziges Gebäude realisiert. Doch nun erobern seine Schüler die Schweiz: Den Anfang macht Bjarke Ingels mit dem Transitlager in Basel, schreibt «Der Bund».

– Das Bundesamt für Kultur hat jährlich fünf Millionen Franken für seine Kulturpreise zur Verfügung. Nur die Hälfte davon fliesst in Form von Preisen direkt an die Künstler. «Was geschieht mit dem Rest?», fragt der «Tages-Anzeiger».

– Nach siebenjähriger Renovation ist die Talstation der Rigibahnen in Goldau wiedereröffnet worden. Ein Hoch auf den Hochperron in der «NZZ».


– Extremer Wohnen in Zürich: An der Zollstrasse beim Hauptbahnhof startet ab 2020 ein Experiment: das Hallenwohnen. «Was bitte ist das?», fragt der «Tages-Anzeiger».


– Das Flimser Gelbe Haus ehrt derzeit  Rudolf Olgiati, der das Museum seinerzeit initiiert hatte – und zwar mit einer Skulptur aus einer 95 Jahre alten Flimser Lärche, berichtet die «Südostschweiz».

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