Bild «Metrogartenstadt»: Der Metropolitanraum versorgt sich selbst mit Obst, Gemüse und erneuerbarer Energie. Das bedeutet die Siedlungsentwicklung auf die landwirtschaftliche Nutzung ausrichten, Bauland einfrieren, nach innen verdichten. Fotos: zVg

Schluss mit der Kleinkrämerei

Der Metropolitanverein Zürich entwirft Bilder: Ansätze einer gemeinsamen Planung für den Raum mit fast zwei Millionen Menschen.

  Eine Gartenstadt des 21. Jahrhunderts. Das Kultivieren der räumlichen Vielfalt. Und gezielte Standortstrategien für alle Teilräume. Das sind die Untertitel zu den drei «Metrobildern», die im Rahmen einer Testplanung entstanden sind. Auftraggeber ist der Verein Metropolitanraum Zürich, den acht Kantone gegründet haben und der bewirkt, dass man in diesem grossen Gebiet ohne Grenzen denken darf. Die drei Bilder — im Folgenden beschrieben — bieten erste Entwicklungsideen. Ihre weitere Verwendung ist noch offen. Sie könnten in ein gemeinsames Raumkonzept des Vereins, vielleicht dereinst sogar in einen gemeinsamen Richtplan münden.   Bild 1: Gartenstadt Stadtlandschaft? Die Planerinnen und Planer des Büros Yellow Z streiften durch den Metropolitanraum und lasen ihn anders: Als Landschaftsstadt. Die zahllosen ländlichen Siedlungen und Zwischenräume gelte es, gezielt zu entwickeln. Zur Unterstützung greift Yellow Z auf zwei historische Planungsmodelle zurück: Die «Garden City» des britischen Sozialreformers Ebenezer Howard von 1900 und die «Dezentrierte Konzentration», die Armin Meili in den 1940er-Jahren propagierte. Beide Modelle seien im Metropolitanraum Zürich angelegt: Die gute Erreichbarkeit, das polyzentrische Städtenetz, die überschaubare Grösse, die Nähe, die Vernetzungen, die räumliche Durchdringung von Stadt und Landschaft, nicht zuletzt die intensive Nutzung einer fruchtbaren und ressourcenreichen Landschaft. Kurz: «Die Gartenstadt ist der Schweiz aufgrund der dezentral verlaufenden Industrialisierung in die Wiege gelegt.» Doch Howards Gartenstadt war nicht nur städtebaulich, sondern auch agrarisch autonom gedacht, sich selbst versorgend also. Was sein Modell in unseren Zeiten der Ressourcenschonung aktualisiert. Gerade das Wachstum biete der Region die Möglichkeit, sich als Gartenstadt des 21. Jahrhunderts zu profilieren, sagt Yellow Z....
Schluss mit der Kleinkrämerei

Der Metropolitanverein Zürich entwirft Bilder: Ansätze einer gemeinsamen Planung für den Raum mit fast zwei Millionen Menschen.

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?