1869 – Lavin in Schutt und Asche

Dorfbrand von Lavin

Vor 150 Jahren brannte Lavin. Das Feuer war auch ein Städtebauer. Wie Lavin wurden etliche Dörfer Graubündens neu geplant und aufgebaut.

Graubünden lernte zeitgenössischen Städtebau als Katastrophen kennen. Erst vor gut hundert Jahren hörten die Brände auf, die noch im 19. Jahrhundert regelmässig Dörfer in Schutt und Asche legten. Lavin zum Beispiel 1869. Nach den Bränden wurden die Dörfer nach zeitgenössischen städtebaulichen Ideen wieder aufgebaut mit Rastergrundrissen, annähernd flachen Dächern und frühen Etüden von Licht und Luft für jedes Haus – im «italienischen Stil» denn die Baumeister kamen von dort. Jürg Wirth und Hans Schmid haben nun in Lavin ein Dorfbrand-Programm auf die Beine gestellt mit Ausstellung, musikalischen Brandwachen. Marmorexpeditionen, einem Buch und einer gut geratenen Website.

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