Basel zusammengefasst

In der Güterhalle des Bahnhofs St. Johann, da wo Basel vor einen städtischen Wachstumsschritt siebenmeilenstieflig hinter sich brachte da ist nun das Unterfutter dieser Entwicklung ausgestellt. «Hier & Dort» heisst die Ausstellung, die das Anschwellen der Stadt Basel im 20. Jahrhundert vorführt

In der Güterhalle des Bahnhofs St. Johann, da wo Basel vor einen städtischen Wachstumsschritt siebenmeilenstieflig hinter sich brachte (HP 5/2010) da ist nun das Unterfutter dieser Entwicklung ausgestellt. «Hier & Dort» heisst die Ausstellung, die das Anschwellen der Stadt Basel im 20. Jahrhundert vorführt. Der grosse Güterschuppen ist zwar heiss im Sommer, aber als Ausstellungsraum verlockend. Teamstratewerth und space4 haben eine Themenausstellung verwirklicht, die ihr knappes Budget nicht verleugnen kann, aber aus dem Raum und dem Thema herausholt, was mitteilenswert ist. Was denn? Es war einmal eine Stadt, die hatte wenig Einwohner und plötzlich hatte sie viele. Das Anschwellen war nicht schmerzlos, vor allem war es nicht für alle gleich schmerzend. Sozialgeschichte also, dargestellt an Bauentwicklung und Sonderthemen. Das Zusammengebunden mit einer Zeittafel, die zu lesen Aha-Effekte auslöst die zwischen weisch no? und ah tiens! schwanken. All das garniert mit Filmausschnitten und Radiobrocken, das, was heute eine Ausstellung lebendig macht. Und nun? Ich habe von meiner Vaterstadt (der Stadtwanderer ist Bürger von Basel) kein neues Bild gemalt bekommen, aber das bekannte hat neue Farben angesetzt. Stadtgärtnereigeschichten zum Beispiel, ich las Zeitung und kam nicht draus, jetzt schaute ich mir die Koje an und hatte einen Überblick. Man kenn keineswegs was näher liegt besser. Darum, wer immer sich für Basel erwärmt geht bis zum 2. Oktober in die Güterhalle, spricht der Stadtwanderer. 

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