Das Internet Café Cyber entsteht Fotos: Judith Raupp

Nachricht vom Radio Tayna

Hochparterre unterstützt mit seinem Solidaritätsprozent das Bürgerradio Tayna in Goma. Nun ist das Radio dabei, mit dem Geld aus der Schweiz ein Internetcafé aufzubauen und den Radiobetrieb auf Dauer zu sichern. Judith Raupp berichtet über die Fortschritte.

Hochparterre unterstützt mit seinem Solidaritätsprozent das Bürgerradio Tayna in Goma. Nun ist das Radio dabei, mit dem Geld aus der Schweiz ein Internetcafé aufzubauen. Mit den Einnahmen will die Redaktion den Radiobetrieb auf Dauer sichern. Judith Raupp berichtet über die Fortschritte.

«Die Umstände sind alles andere als einfach. Wir hatten hier in Goma und Nord Kivu einen regelrechten Krieg. Daher ging es mit dem Internetcafé von Radio Tayna etwas schleppend voran. Aber nun hat die Redaktion angefangen, das Cyber auf die Beine zu stellen. Tayna-Journalisten haben die Mauer gestrichen und den Namen angeschrieben, sie kauften die Batterien, die wir zur Stromversorgung haben. Strom ist das grosse Problem hier. Mit den Batterien ist das Cyber einigermassen unabhängig. Während der paar Stunden, wenn Strom vom Elektrizitätswerk geliefert wird, können wir die Batterien laden. Sie reichen dann für den Betrieb der Laptops.

Claudine und Samy haben inzwischen die Cybercafé Software auf den Computern «unter Aufsicht» von Georg installiert, der als Informatiker an der Uni in Goma arbeitet. Er hat den Router und die Laptops präpariert und die Technik den Tayna-Leuten erklärt. Er war sehr angetan, wie sehr die jungen Leute hier bei der Sache sind. Claudine ist Journalistin, widmet sich im Moment aber ganz und gar dem Aufbau des Internetcafés. Und Jacques, der Radiochef, unterstützt sie  nach Kräften. Wir brüten hier alle zusammen über Dingen, die für uns alle neu sind. Wie meldet man ein Unternehmen an, welche Signalstärke der Internetübertragungstechnik braucht es, wie schützen wir die Technik vor Blitzschlag? Ein Marketingspot für die Eröffnung fehlt noch, und eine einigermassen brauchbare Toilette für die Kunden braucht es auch. Danke nochmal für alles! Die jungen Journalisten hier sind sehr berührt, dass sie im fernen, «reichen» Europa auf Solidarität stossen.»

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