InnenarchitektInnen unterwegs - seit 70 Jahren Fotos: aw

VSI.asai: 70 Jahre Innenarchitektur

Seit 70 Jahren ist der Verein der Schweizer InnenarchitektInnen VSI.asai für ihre Mitglieder unterwegs. Gegründet wurde der Verein 1942 in Zürich von einer Gruppe ehemaliger Schüler der damaligen Kunstgewerbeschule. Zu den Gründungsmitglieder gehörten unter anderen Willy Guhl, Wilhelm Kienzle oder Oskar Burri.

Seit 70 Jahren ist der Verein der Schweizer InnenarchitektInnen VSI.asai für ihre Mitglieder unterwegs. Gegründet wurde der Verein 1942 in Zürich von einer Gruppe ehemaliger Schüler der damaligen Kunstgewerbeschule. Zu den Gründungsmitglieder gehörten unter anderen Willy Guhl, Wilhelm Kienzle oder Oskar Burri.

Zur Feier des Tages lud der Verein der Schweizer InnenarchitektInnen VSI.asai nach La Neuveville. Erst ins Moïtel, dem Hauptsitz von Atelier Oï, wo Aurel Aebi in rasantem Tempo Projekte und Methoden vorstellte. Etwa das «Hefe-Prinzip»: Aus dem Teig wird nicht nur Brot, sondern neue Hefe gemacht, die weiter eingesetzt wird. So lässt auch Atelier Oï eine Designidee in immer neuen Varianten und Abwandlungen weiter gären. Im Nachbardorf Twann arbeitet Salome Lippuner mit dem Lack «Urushi», eine der stabilsten, natürlich gewonnen Lackarten der Welt, der in Japan gerne im Interieur eingesetzt wird (Hochparterre 3/10). Das hochwertige Material ist Säuren- und Laugenresistent und bis zu 280°C hitzebeständig. Unter anderem arbeitet Lipppuner, deren Begeisterung sich sichtlich auf die Besuchenden übertrug, an Küchenabdeckungen für Diener & Diener Architekten.
Nahezu ausgestorben ist Ruedi Krebs’ Handwerk: er nutzt Kalk als Verputz für Wände und Fußbodenbeläge (Hochparterre 9/10). Krebs verwendet hauptsächlich holzgebrannten Kalk aus Österreich. Die natürlichen Farbtöne von Kalk variieren je nach Herkunftsort von hochweiss bis gelblich oder gräulich. Mit Naturpigmenten lässt sich das Farbspektrum zusätzlich erweitern. Abschließend mit Leinöl behandelt ist Kalk wasserabweisend und sehr beständig. Und schliesslich führte Anneliese Zwez die Gruppe durch das Fraubrunnenhaus; ein eigenwilliges Museum in dem sich Relikte der Pfahlbauerzeit und zeitgenössische Kunstwerke zu einem bizarren Ensemble treffen. Danach ging es per Schiff zurück nach La Neuveville zum Jubiläumsfest mit Nachtessen, Musik und Tanz. Am zweiten Tag traf man sich zur Generalversammlung.

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