Neue Glieder aus altem Kunststoff

Zwei Zürcher Designer wollen aus Plastikmüll bitter nötige Prothesen fabrizieren. Gelingt es ihnen, kann Circleg die Welt etwas besser machen. Social Design in Reinkultur.

Fotos: Désirée Good
Auf dem Küchentisch stehen Kaffeetassen und die schicke Töpferware der Bürokollegin. Und ein Bein. Ein Unterschenkel, um genau zu sein, aber nicht aus Fleisch und Knochen, sondern aus Kunststoff und Metall. Das Ding soll Anfang Mai beim Zürcher Cybathlon zeigen, was es kann: Menschen mit fehlendem Unterschenkel wieder auf die Beine bringen. Noch ist die Prothese ein Prototyp, allerdings einer, der schon mehrfach optimiert wurde. Sie ist einfach aufgebaut, besteht nur aus den drei Elementen Kniegelenk, Pylon-Röhre und Fuss mit Sohle. Ein Lowtechkonzept also, nicht für die Schweiz erdacht, sondern für Länder des Globalen Südens wie Kenia oder Uganda. Beinamputierten Menschen in Afrika soll die Prothese eine selbstbestimmte Mobilität ermöglichen und so mithelfen, deren soziale Stigmatisierung zu überwinden. ###Media_2### Dieses Ziel ruft nicht etwa eine NGO aus, sondern die zwei umtriebigen Jungdesigner auf der anderen Seite des Küchentischs. Simon Oschwald und Fabian Engel, beide Mitte zwanzig, f...

Dieser Inhalt steht nur Abonnentinnen zur Verfügung. Testen Sie unser Angebot einen Monat gratis und lesen Sie direkt weiter.

  • – alle Beiträge auf Hochparterre.ch
  • – Das E-Paper auf allen Geräten
  • – 20% Rabatt auf alle Bücher und Veranstaltungen

1. Monat gratis, dann CHF 14.- pro Monat (monatlich kündbar)
jetzt bestellen

Sie sind Abonnent und haben ein Login? Dann loggen Sie sich hier ein:

Sie sind Abonnent, haben aber noch kein Login? Dann registrieren Sie sich jetzt
registrieren

Alle unsere Print- und Digital-Abonnemente finden Sie im Abo-Shop:
zum Abo-Shop

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns unter 044 444 28 88 oder verlag@hochparterre.ch