Anlass für ein klassisches Pressebild mit viel Rot: die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Shenzhen, der ZHdK, der HIT Shenzhen und des IAAC. Fotos: zVg

Go East: Schul-Export nach China

Kaum in Zürichs Westen im neuen Areal gelandet, greift die ZHdK weit nach Osten aus: Mit zwei Partnerschulen konzipiert sie eine Designhochschule in Shenzhen in der chinesischen Provinz Guangdong.

Und die skaliert ganz schön: Die Shenzhen International Graduate School soll dereinst rund 1200 Master-Studierende und Doktorierende betreuen. Unterrichtet wird, so die Aussicht, in den Schwerpunkten Architektur, Infrastrukturen und Stadtentwicklung, im Bereich Produkte, Räume und Stadtkulturen sowie Identität, Kommunikation und Medien.

Gross ist auch das Umfeld, informiert die Pressemeldung: Die 18-Millionen Metropole Shenzhen liegt im Norden von Hong Kong. Sie wächst ähnlich schnell wie Shanghai und verzeichnet das höchste Pro-Kopf-Einkommen in China. Die Stadt liegt in einer wirtschaftlichen Sonderzone, bekannt für die hohe Dichte an Produktionsbetrieben. Shenzhen wurde 2008 von der UNESCO zur ersten Designstadt Chinas ernannt.

Wo gross geplant und gebaut wird, scheint auch der Wunsch nach Ausbildung gross. Dem entspricht die ZHdK mit einem ebenso grossen Projekt, das unter ihrer Federführung steht. Wer von Grund auf eine Schule auf der grünen Wiese plant, lernt so ganz nebenbei auch viel über die eigene Institution. Austausch als Blick in den eigenen Spiegel? «Dieses einmalige und ehrgeizige Projekt fokussiert darauf, die kreative Exzellenz Europas mit der Dynamik und dem Potenzial Chinas zu verbinden», lässt sich Rektor Thomas Meier zitieren. Ganz allein ist die ZHdK bei diesem Unterfangen freilich nicht, die Partnerschulen Harbin Institute of Technology (HIT Shenzhen) und das Institute for Advanced Architecture of Catalonia (IAAC) sind mit von der Partie.

Das Projekt, dem der Fachhochschulrat bereits im April 2014 zustimmte, hat nun eine weitere Hürde genommen. Die Stadt Shenzhen unterzeichnete am 28. Juli  die Kooperationsvereinbarung. Nun müssen Werkverträge ausgearbeitet werden, damit die Schule tatsächlich gebaut werden kann.

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