De Sede verkauft

Nach nur fünf Jahren verkauft die Beteiligungsgesellschaft Capvis den Möbelhersteller De Sede. Mit wenig Gewinn, darf man vermuten.

Nach nur fünf Jahren verkauft die Beteiligungsgesellschaft Capvis den Möbelhersteller De Sede. Mit wenig Gewinn, darf man vermuten. Probleme zeichneten sich ab: Im Januar ersetzte Kaspar Niklaus die deutsche Chefin Alice Stümcke. Beide waren respektive sind keine Möbelexperten. Stümcke war Mitinhaberin der Werbeagentur Favo und Geschäftsführerin der Papierfabrik Tela; Niklaus kam von der Kioskkette Valora. Grund für das Sesselrücken waren Liquiditätsprobleme und ein harzender Absatz, vermeldete im Juni die Zeitschrift Bilanz und vermutet dahinter unter anderem hohen Fremdkapitalkosten: «Nach der Übernahme 2007 hat Capvis einen Teil des Kaufpreises in zweistelliger Millionenhöhe de Sede als Kredit aufgebürdet. Ein anderer Grund ist der harzende Geschäftsgang der Tochter Team by Wellis.»

Nun also ein neuer Anlauf. Eine Investorengruppe unter Leitung der Oltner Aare Finanz- & Holding wurde neuer Eigentümer der beiden Hersteller De Sede und Machalke Polsterwerkstätten. Sie will in beide Standorte investieren und dies langfristig, wie es in der Pressemeldung heisst. Die neue Holding mit dem hübschen Namen Desema sichere so den Fortbestand der Marken, beider Produktionsstandorte und damit von 370 Arbeitsplätzen.

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