Die handbedruckten Tücher hat Christa Michel in Ajrakhpur entworfen. Fotos: Helvetia Leal

Christa Michel goes Print

Die Textildesignerin ist bekannt für ihre Strickentwürfe. Nun lanciert sie ihre aktuelle Herbst-/ Winterkollektion mit einer limitierten Edition handbedruckter Tücher, die während einem Indienaufenthalt entstanden sind.

Die Textildesignerin ist bekannt für ihre Strickentwürfe. Nun lanciert sie ihre aktuelle Herbst-/ Winterkollektion mit einer limitierten Edition handbedruckter Tücher, die während einem Indienaufenthalt in Ajrakhpur in einer traditionellen Blockdruckerei entstanden ist. Dort wird die Farbe aus verschiedenen Samen, Früchten, Baumrinden und Blüten gewonnen. Mit Holzstempeln wird dann Farbschicht für Farbschicht auf die Baumwolle gebracht, so dass durch viele verschiedene Stempel ein flächendeckendes Muster entsteht. Der indische Ajrakh, ein traditioneller Blockdruck, entsteht in 16 Arbeitsgängen und ist von vorne und hinten bedruckt. «Meine Tücher sind nicht derart komplex – es braucht viele Lehrjahre, bis die Drucker dieses Handwerk beherrschen», sagt Christa Michel. Mit ihrer Arbeit als Strickdesignerin habe es wenig gemein: «Da geht es meist um das Bildhafte, während ich für die Drucke ausschliesslich Muster entworfen und mich mit Flächengestaltung beschäftigt habe.» Ihre Tücher sollten auch im europäischen Raum funktionieren könnte und sich von den ihre traditionellen Textilien unterscheiden. Dafür verwendete die Designerin anstelle des kompletten Sets etwa nur einen Teil der Druckstöcke, spielte mit der Aufteilung und druckte asymmetrische Elemente. Wer sehen will, welche Stoffe während Christa Michels Indienreise entstanden sind, besucht sie diesen Samstag an der Schöneggstrasse 5. Die Designerin lädt zu einem Apéro in ihrem Atelier und präsentiert ihre neusten Entwürfe – Stricksachen gibt es natürlich auch.

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