«Der Prozess muss schlanker werden»

14 Jahre leitete Werner Binotto das St. Galler Hochbauamt. Ein Gespräch über aufwendige Ausschreibungen, neue Wege der Kreditbewilligung, Ansprüche und knappe Budgets.

Fotos: Joshua Loher
Sie waren dafür bekannt, sich als Kantonsbaumeister den Diskussionen in der Öffentlichkeit zu stellen. Ein aufreibender Job? Werner Binotto: Als Kantonsbaumeister ist man oft allein. Man wird von allen Seiten angegriffen, der Ärger ist programmiert. Das muss man aushalten, und das hat mich auch verändert. Aber wenn man etwas bewirken will, muss man als Figur fassbar sein. Woher kommt dieser Druck? Die Kunden des Hochbauamts haben als Teil der öffentlichen Verwaltung in der Regel kein ausgeprägtes Kostenbewusstsein. Manchmal ist das nachvollziehbar, denn sie werden durch ihre Berater und die Politik ständig zu höchsten Leistungen herausgefordert. Also wollen sie für sich die besten Bedingungen. Regierung und Parlament auf der anderen Seite rufen nach Sparanstrengungen. So ist das Hochbauamt im Sandwich. Die Nutzer reklamieren, es werde immer bei ihnen gespart, und sie sehen uns als Verhinderer. Regierung und Parlament kritisieren, das Hochbauamt erfülle unbesehen alle Wünsche und schaue den Nutzern...

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