Das Kirchnermuseum in Davos Fotos: Wikimeida Commons

Davos: Das Kirchnerpärkli bleibt

«Das Projekt für ein Parkhaus Mitte in Davos wird auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.» Das teilte der Davoser Landammann Hanspeter Michel seinem Gemeindeparlament mit. Damit bleibt der kleine Park vor dem Kirchnermuseum verschont.

Kein Migros und kein Parkhaus unter ihm und auch keine Zufahrtsrampen und keine Lüftungsschächte. Dass das alles nicht geschieht, geht auf das Konto der Architekten Gigon/Guyer, die das Kirchner Museum entworfen haben. Vorab Annette Gigon hat sich hartnäckig für die kleine Insel an der Promenade gewehrt. Ihr beigestanden sind Feuilletonisten und Professoren. Hochparterres Chefredaktor warf in seiner Kolumne in der Südostschweiz am Sonntag den ersten Stein gegen das auch verkehrspolitisch unsinnige Vorhaben. «Davoser Zeitung», «NZZ», «Tages-Anzeiger», die Zeitschrift «Ar»t und weitere zogen nach. Philip Ursprung, Professor an der ETH, erhob seine Stimme. Hochparterre und Hochparterre.ch kommentierten lustvoll gartenfroh und verstreuten Texte in Davos. Das Murren nahm zu, Politiker runzelten die Stirne und nach einigem Hin und Her war das Projekt vom Tisch – respektive «auf unbestimmte Zeit zurückgestellt», wie Landammann Michel sagt, der seit je gut darauf achtet, damit möglichst niemand mit der Zwei auf dem Rücken zurückbleibt.

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