Am Wochenende wurde der neue Altarraum feierlich eingeweiht. Fotos: admini (Florian Brunner)

Caruso St John in der St. Galler Kathedrale

In der St. Galler Kathedrale wurde der neue Altar – entworfen von Caruso St John Architects – geweiht. Weil es um das Projekt eine heftige Polemik gab, wurde auf den goldenen Ring verzichtet.

Sieben Architekten und Künstler waren zum Gestaltungswettbewerb für einen neuen Altar und ein neues Taufbecken in der St.Galler Kathedrale eingeladen. Die Jury entschied sich für das Projekt von Caruso St John, «weil es die Symbolik aufnimmt und das Herzstück der Kathedrale, den Ort der Eucharistie, betont». Ausgeführt wurde die Altarinsel in einem mit Ornamenten durchsetzten Terrazzo. Das Taufbecken hat einen konkaven, spiegelnden  Boden. Diese Materialwahl und der ursprünglich im Projekt vorgesehene goldenen Reif über dem Altar hatten zu heftigen Polemiken geführt. Der opponierende «Freundeskreis der Stiftskirche St. Gallen» meldete sich allerdings erst zu einem Zeitpunkt, als sich die zuständigen Gremien bereits für das Projekt entschieden hatten. Dennoch wurde nun auf den Reif verzichtet. Das Projekt kostete 1,65 Mio. Franken.

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