Architektur vermitteln

Architektur braucht mündige Bürger – das war der Ausgangspunkt für die SIA-Tagung zum Thema Architekturvermittlung am 21. Oktober in Zürich. Doch wer sorgt dafür?

Die Medien, antwortete Christian Eggenberger vom Schweizer Fernsehen und zeigte einen Filmausschnitt über das Schulhaus Leutschenbach. Das Museum, antwortete Hubertus Adam und machte Werbung für die aktuelle Ausstellung. Die Schule, antworteten schliesslich sowohl Riklef Rambow aus Karlsruhe, als auch Stéphane de Montmollin von Spacespot in Biel. Sie zeigten nicht nur bunte Modelle aus Kinderhand, sondern auch Lehrmittel für alle Stufen. Alle waren sich einig: Das Thema ist gesellschaftlich relevant. Öffentliches Geld ist aber knapp – warum? Erstens ist die Architekturvermittlung ein langfristiges Projekt ohne schnelle Erfolge. Zweitens fällt die Architektur als spartenübergreifende Disziplin zwischen Stuhl und Bank. Drittens fehlt in der Bundesverfassung die Erwähnung der gebauten Umwelt, auch im neuen Kulturförderungsgesetz ist die Architektur nicht aufgeführt. Die Kulturvermittlung dagegen übergibt der Bund neu der Kulturstiftung Pro Helvetia – in gute Hände: Sie will in diesem Rahmen auch Projekte unterstützen, die den Dialog zwischen Architektur und Publikum fördern. Wer nähere Informationen wünscht, wende sich an Marianne Burki, Leiterin Visuelle Künste: mburki@prohelvetia.ch.

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