Die Sanierung der Tonhalle legte offen, was jahrzehntelang verborgen blieb: viel Gold, blassroten Stuckmarmor und Malereien.

«Die Töne haben Spass hier»

Nach vierjähriger Umbauzeit ist die Zürcher Tonhalle wiedereröffnet worden, berichtet der «Tagesanzeiger». Weiter in der Presse: Zertifikatspflicht an Zürcher Hochschulen und das Lorrainebad in Bern.

«Noch nie ist ein Konzertsaal in der Schweiz so aufwendig restauriert worden wie die Zürcher Tonhalle», schreibt der «Tagesanzeiger». Nach vier Jahren im Provisorium auf dem Maag-Areal ist das Tonhallen-Orchester in den Prachtbau der Architekten Hermann Helmer und Ferdinand Fellner zurückgekehrt. Tonhalle-Chefdirigent Paavo Järvi feierte den Anlass mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 3. Laut «Tagesanzeiger» sei sie das perfekte Werk, um die Akustik des restaurierten Saales zu testen. Auch ästhetisch überzeuge der Umbau: Dank dem Abriss des 1985 vor die Fenster gestellten Gartensaals ist der See zu sehen, statt dem 1939 dominierenden Grau-Beige strahlen wieder blassroter Stuckmarmor, Gold und patinierte Malereien. Der neue grafischen Auftritt des Tonhallen-Orchester stammt von Büro Metadesign.

Weitere Meldungen: 

«Studenten sollen selbst für Tests aufkommen»: Kommende Woche beginnt das neue Semester an den Zürcher Hochschulen. Welche Fragen zur geplanten Zertifikatspflicht noch offen sind, schreibt die «NZZ».

Lorrainebad wird nicht verpachtet: Der Berner Stadtrat ist dem Vorschlag des Gemeinderats nicht gefolgt, das beliebte Quartierbad zu verpachten, um die Stadtfinanzen zu entlasten. Statt der geplanten Sanierung des Bades für 10 Millionen Franken sollen nur die notwendigsten Arbeiten durchgeführt werden. «Der Bund» berichtet.

«Aus Kuhmist werden günstig wertvolle Ziegel gemacht, von Ziegelrot über Royalblau bis zu Mangogelb.» Über einen Werkstoff für jene, die in Indien Kühe, aber keine Arbeit haben, schreibt die «Basler Zeitung».

«Zu viel Beton, zu wenig Grün – der Klimawandel bringt die Stadt Bern ins Schwitzen.» «Der Bund» berichtet, wie das Klima die Entwicklung der Stadt von Anfang an geprägt hat.

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Kommentare

Andreas Konrad 18.09.2021 11:38
Der Tonhalle-Saal versprühte immer die biedere Gedrücktheit einer Zeit, in dem man sich kriegsbedingt auf trübe Bleiernheit einstellen musste. Das Beamtengrau ist weg. Die Überpracht des renovierten Saales ist hervorragend, die alte Firnis jetzt endlich Geschichte.
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