Madame Lumière

Marilyne Andersen erforscht, wie sich Tageslicht auf das Wohlbefinden auswirkt. Die Physikerin untermauert die Intuition der Architekten mit Zahlen. Eine Begegnung.

Fotos: M. T.

Marilyne Andersen erforscht, wie sich Tageslicht auf das Wohlbefinden auswirkt. Die Physikerin untermauert die Intuition der Architekten mit Zahlen. Eine Begegnung.

An schönen Tagen kann Marilyne Andersen in ihrem Büro an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) das Licht hören. Die Sonne strahlt durch die Glasfassade und bringt das Metall, das sich mit der Wärme verzieht, zum Knacken und Knarren. Das himmlische Hell ist Andersens Fachgebiet. Nur wenige wissen so viel darüber, wie Tageslicht unser Wohlbefinden beeinflusst. Licht macht wach. Zu grelles Licht blendet. Zu wenig Licht strengt an und ermüdet. «Der Mensch hat sich mit der Evolution an zwei Extreme gewöhnt», sagt Andersen. «Gleissend helle Tage und stockdunkle Nächte.» Heute verwischt diese Grenze immer mehr. Die meisten Personen arbeiten tagsüber in Büroräumen, die viel weniger hell sind als draussen. Abends verlängern sie dank Kunstlicht den Tag. Beides bringt unsere innere Uhr durcheinander. Licht ist wichtiger als gemeinhin angenommen. Es wirkt divers auf Körper und Geist ein. Erst vor zwanzig Jahren entdeckten Forscher bisher unbekannte Rezeptoren in den Augen, die f...

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