Das (zweite) Wettbewerbslabor 2025 stand unter dem Titel «Zusammenarbeit im Wettbewerb». Fünf Laborgruppen stellten ihre Themen zur Diskussion, die sie bereits im Vorfeld erarbeitet hatten: Phase 0 als entscheidender Hebel für Qualität, Fachplanung als essenzieller Beitrag statt blosse Pflichtübung, die Rolle des Dialogs im Wettbewerb, die Zusammensetzung von Jurys – und das Format Wettbewerb auf dem Prüfstand. Nach den teilweisen kontroversen Diskussionen am Kongresstag trafen sich die Laborgruppen nochmals: Sie reflektierten die Gespräche und formulierten ihr Fazit.
Das Wettbewerbslabor 2023 hat einen Graben sichtbar gemacht. Auf der einen Seite waren diejenigen, die grosse Veränderungen auf sich zukommen sehen: Klimachaos, Digitalisierung, steigender Aufwand, Mitwirkung, Verdichtung, Preisentwicklung. Für sie ist klar: Es braucht neue Verfahren. Auf der anderen Seite des Grabens stehen Fachleute, die den heutigen Wettbewerb nicht grundsätzlich hinterfragen wollen. Er ist bewährt und erfolgreich, so ihr Argument. Die bestehenden Verfahren sind nach dieser Auffassung lediglich Arbeitsmittel, die sich mit neuen Inhalten füllen lassen.