IPA statt IBA

Wurde im Rahmen der IBA Basel 2020 zu wenig gebaut? Die Bauausstellung war eher Internationaler Planungsalltag. Sie kurbelte den Dialog und die Planung ohne Grenzen an.

Fotos: Roland Schmid

Wurde im Rahmen der IBA Basel 2020 zu wenig gebaut? Die Bauausstellung war eher Internationaler Planungsalltag. Sie kurbelte den Dialog und die Planung ohne Grenzen an.

War da was? Das Interesse an der IBA Basel 2020 verpuffte in den letzten Jahren, nachdem sie 2010 enthusiastisch gestartet war: Als erste internationale Internationale Bauausstellung (IBA) und als erste mit Schweizer Beteiligung (siehe Hochparterre 6–7/12). Heute ist, wer nicht beteiligt war, mehrheitlich ahnungslos, ob etwas entstanden ist und was ausgestellt wird, wenn die IBA Basel 2020 im Mai und Juni 2021 ihre Schlussanlässe feiert – wegen Corona ein Jahr verspätet. Und da Ahnungslose gerne skeptisch sind, bekommen die Verantwortlichen zu hören, es sei zu wenig gebaut und sichtbar geworden im Rahmen dieser IBA. ###Media_1### Bauen war nicht das Ziel IBAs gelten als Projekt- und Transformationsmaschinen, und wie sie ihre Region verändern, wird mitunter zur Legende. Etwa bei der IBA Emscher Park, die von 1989 bis 1999 lief und die alte Industrieregion im nördlichen Ruhrgebiet für Naherholung und Kultur erschloss. Oder bei der Stuttgarter Weissenhofsiedlung von 1927, wo unter anderem Le Corbusier mit eigens gebauten Häusern das neue Wohnen demonstrierte. Die Basler IBA dagegen würde vielleicht besser IPA genannt: Internationaler Planungs-Alltag. Die Agglomeration hat es planerisch seit jeher schwer als funktionaler Raum in drei Ländern und mit zwei Sprachen. ‹Au-de des frontières, ensemble – gemeinsam über Grenzen wachsen› oder ‹zusammenwachsen und zusammen wachsen› klingt als IBA-Motto zunächst bescheiden. Doch nach Jahrzehnten trinationaler Bekenntnisse wusste man Anfang der 2000er-Jahre nur allzu genau: Wir haben viel geredet und wenig umgesetzt. Ins Gespräch brachte die IBA-Idee damals Maria Lezzi, Leiterin der Planung von Basel-Stadt und heute Direktorin des Bundesamts für Raumentwicklung. In der Zeitschrift ‹Garten + Landschaft› sagte sie neulich: «Gleichwohl merkt man vor Ort immer wieder, dass es eben nicht selbstverständlich ist, dass man ...

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