25 Tipps für die Klimaraumplanung

Es sind schon zahlreiche Leitfäden für die Klimaanpassung erhältlich. Jetzt aber ist es höchste Zeit, dass die Raumplanung den Klimaschutz voranstellt. Hochparterre hat 25 Ideen und Tipps zusammengetragen.

Fotos: Andrin Winteler

Es sind schon zahlreiche Leitfäden für die Klimaanpassung erhältlich. Jetzt aber ist es höchste Zeit, dass die Raumplanung den Klimaschutz voranstellt. Hochparterre hat 25 Ideen und Tipps zusammengetragen.

Der Klimaschutz ist für die Raumplanung beileibe keine neue Aufgabe. Sie hat immer schon auf Umweltnöte und die daraus folgenden ökonomischen Fragen geantwortet: auf naturgegebene wie Lawine und Steinschlag, auf menschengemachte wie Waldzerstörung, Luft- und Wasserverschmutzung und Bodenverschleiss. Klimaschutz ist also Kontinuität und nicht Mode, und Raumplanerinnen und Raumplaner sind deshalb historisch wie politisch legitimiert, ihr Fach weiterzuentwickeln – hin zur Klimaraumplanung. Ihr Job ist es, eine Schweiz für zehn Millionen Menschen zu gestalten, innerhalb des heutigen Siedlungsgebiets und mit den bestehenden Infrastrukturen, mit CO2-freier Energie versorgt, ohne explodierenden Konsum, mit einer schonenden Landwirtschaft. So, dass die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen bewahrt bleibt, die Schönheit von Landschaften und von Baugebieten ebenso wie die soziale Gerechtigkeit. So, dass allerspätestens 2050 Netto-Null gilt. Oder mit anderen Worten: Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie. Neu abwägen Doch dann ist da der Alltag im Büro der Raumplanerinnen und Raumplanern, und es wird kompliziert. Die bauliche Verdichtung schont zwar die offene Landschaft, ringt aber im Siedlungsgebiet Gruppen gross gewachsener Bäume nieder und erhöht die urbane Hitze mit versiegelten Böden. Ein Stausee liefert CO2-freien Strom, flutet aber eine Landschaft, deren Biodiversität klimarelevant ist. Der zäh errungene Rückgang des Autoverkehrs durch Investitionen in Busnetze und Velowege wird plattgewalzt von immer schwerer werdenden Automobilen. Die Raumplanung weiss, wie man Interessen abwägt und Widersprüche beseitigt. Das klingt jedoch im ersten Moment zu passiv, um vorwärts zu kommen. Und es klingt danach, als gelte es, alles irgendwie unterbringen zu müssen. Das kann sich die Klimaraumplanung nicht mehr leisten. Sie muss mit Unterstützung der Politik Netto-Null allem vor...

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