App ins Bett!

Medizinische Geräte bringen die Behandlung nach Hause. Das ruft nach Interaction Design. Die App ‹A Journey to Recovery› hilft Kindern mit Gehirnerschütterung beim Schlafen.

Medizinische Geräte bringen die Behandlung nach Hause. Das ruft nach Interaction Design. Die App ‹A Journey to Recovery› hilft Kindern mit Gehirnerschütterung beim Schlafen.

Die Welt schlingert, Licht und Lärm sind schrill, und der Kopf drückt schrecklich. Typische Anzeichen für eine Gehirnerschütterung, etwa nach einem Sturz vom Klettergerüst. Schlafen sei die beste Medizin, heisst es, und so sehen es auch die Forscherinnen und Forscher der ETH und Universität Zürich, die hinter dem Projekt Sleeploop stehen. Sie entwickeln ein mobiles Schlaflabor, das mit Stimulationen den Schlaf verbessern kann. Kommt ein Kind mit einer Gehirnerschütterung ins Spital, bleibt es bis zu 24 Stunden zur Überwachung dort. Gibt es keine Auffälligkeiten, darf es danach nach Hause. Künftig könnte ein Stirnband die Gehirnaktivitäten auch daheim überwachen, frühzeitig auf Komplikationen hinweisen und den heilsamen Schlaf durch auditive Signale unterstützen. ###Media_2###Wie aber begeistert man ein Kind für ein kompliziertes Messgerät und für etwas derart Langweiliges wie Schlaf? Etwa, indem es dabei Tiger austrickst, in Berghöhlen nach Kristallen sucht oder in einem Wrack im Mittelmeer mit Delfinen über Träume sprechen kann – mittels einer App. Entworfen haben sie Diplomstudierende an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Claudia Buck und Randy Chen binden damit Therapie und Gerät in eine Geschichte ein. «Es ist kein klassisches Game, sondern eher ein Comicstrip, durch den das Kind blättern kann», sagt Randy Chen. Die Geschichte unterhält, informiert aber auch über Schlaf und das Messgerät. ###Media_3### ###Media_4###Verknüpfen Die App fügt sich in den Alltag der kleinen Patientinnen ein, begleitet die Therapie durch das schlaffördernde Messgerät und erklärt ihnen via Kamera und Augmented Reality (AR), wie sie das Stirnband richtig anlegen und wohin sie die Elektroden an Stirn, Schläfe und Kinn kleben müssen. Auf die Idee kamen Claudia Buck und Randy Chen während einer Videokonferenz, in der sie sich über eine App virtuelle Hundeohren ...

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