CAP-Talk #1 mit Ludovica Molo

Der ‹Climate Action Plan› (CAP) der Klimastreik-Bewegung fordert ein radikales Umdenken. Was können Architektinnen und Architekten beitragen, fragen Werk und Hochparterre Vertreterinnen der Baubranche.

Der ‹Climate Action Plan› (CAP) der Klimastreik-Bewegung fordert ein radikales Umdenken. Was können Architektinnen und Architekten beitragen, fragen Werk und Hochparterre Vertreterinnen der Baubranche.

###Media_2###Betroffen haben wir Anfang Jahr den ‹Climate Action Plan› (CAP) der Schweizer Klimastreik-Bewegung zur Kenntnis genommen. Um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen, fordert er ein radikales Umdenken und einen umfassenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft – denn nur harte Massnahmen können die Klimaerwärmung stoppen. Doch ist ein so einschneidendes Aktionsprogramm möglich? Werk, bauen + wohnen und Hochparterre wollen diese Diskussion angesichts ihrer Bedeutung gemeinsam führen. Die Serie CAP talks, die in beiden Zeitschriften online und gedruckt erscheint, fragt nach bei etablierten und jungen Vertreterinnen und Vertretern der Baubranche. Die Zeit drängt, und die bisher in der Schweiz beschlossenen Massnahmen genügen kaum, um die Klimaerwärmung zu drosseln. Was können Architektinnen und Architekten beitragen? In den CAP-Talks #1 und #2 antworten Ludovica Molo und Friederike Kluge. Ludovica, du bist in vielen Rollen unterwegs, als BSA-Präsidentin, Hochschullehrerin, Architektin. In welcher Form berührt und beschäftigt dich das Problem der Klimaerwärmung? Ludovica Molo*: In seiner ganzen Dringlichkeit ist mir dieses Thema offen gestanden erst vor zwei Jahren bewusst geworden: Damals demonstrierten auch unsere Kinder an den Fridays for Future, und die Klimaerwärmung wurde zu einem prominenten Gesprächsthema am Familientisch. Wie mir ging es vielen anderen: Es ist die Jugend, die im Sommer 2019 die Gesellschaft aufgerüttelt hat. Vorher wussten wir zwar über den Klimawandel Bescheid, aber das Thema war nur eines unter vielen. Was hat dieses Erlebnis bei dir ausgelöst? Mir wurde klar, dass dies eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft ist. Dass es nicht genügt, privat möglichst ökologisch zu leben, Abfall zu trennen und so weiter. Die Klimaerwärmung fordert mich, wie uns alle, als Bürgerin und als Architektin, ich muss Stellung beziehen. Ich ...

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?