Haltungsänderung
Wir leben in multiplen Krisen. Wir wissen, dass wir nicht so weiter planen und bauen können, wie bisher. Der Bündner Heimatschutz macht einen ebenso konkreten wie utopischen Vorschlag.
Gefühlt alle tonangebenden Architekten des Kantons drücken sich in den Raum der Werkstatt Chur. Der heisse Samstagnachmittag und die steinerne Altstadt scheinen wie gemacht, um auf die Krisen hinzuweisen, mit denen wir bereits leben. Ludmila Seifert, Köpfin des Bündner Heimatschutzes (BHS), präsentiert eine Initiative, mit der sie sich sehr viel vorgenommen hat. Klima, Biodiversität und Baukultur: All diese unsere Krisen will sie lösen, mit einem Wurf. Und der Titel ihres Wurfes zeigt, dass sie auch die soziale Krise meistern will: ‹Mehr für alle!› Eine «Haltungsänderung», nichts weniger ruft sie aus, eine «ganzheitliche Neuorientierung unserer Lebensweise». Gespannte Aufbruchstimmung im Saal.
MEHR FÜR ALLE! Baukultur, Klima, Biodiversität – und der Ruggenbrecher in Chur
Idee, Projektleitung: Ludmila Seifert, Bündner Heimatschutz
Architektinnen /Architekten: Studio Bisig Rocchelli (Fabian Bisig, Lucia Anna Rocchelli), scanArc (Léo Collomb, Lisa Collomb)
Begleitgremium: Werner Binotto, Köbi Gantenbein, Patrick Gartmann, Rita Illien, Raimund Rodewald, Christoph Schläppi, Patrick Schoeck-Ritschard, Christina Schumacher
Die Ausstellung läuft vom 1. bis 15. September 2024 im LABOR am Pfisterplatz an der Herrengasse 6 in Chur.
Führungen mit Ludmila Seifert: Samstag, 14. September und Sonntag, 15. September, je 16 Uhr
Der Katalog zur Ausstellung ist die dritte Ausgabe der ‹Zeitschrift für Baukultur› des Bündner Heimatschutzes. Bestellen für 19 Franken.
