Alpiner Aalto
Bezahlbare Wohnungen sind auch im Engadin rar geworden. Die Bürgergemeinde Samedan will deswegen neu bauen. Stücheli Pestalozzi Schiratzki gewinnen – auch mit Referenzen von Luigi Snozzi und Alvar Aalto.
Rund zwanzig Jahre nach der Erscheinung des städtebaulichen Porträts der Schweiz vom ETH Studio Basel und zehn Jahre nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative hat sich die Wohnungsknappheit in den Zentren der Bergregionen verschärft. Zwar erfreut sich das Oberengadin zurzeit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung, doch auch in Samedan, wo wichtige öffentliche Einrichtungen wie der Güterbahnhof, der Flughafen, das Spital und die Academia Engiadina liegen, lassen sich kaum neue Ärztinnen, Lehrerinnen und Bahnarbeiter finden, weil geeigneter Wohnraum fehlt – ein systemrelevantes Problem für die Region.
Wohnsiedlung Promulins, Samedan
Projektwettbewerb im selektiven Verfahren
Aufgabe: Prägnante Idee für eine im Ort und in der Landschaft verankerte Bebauung mit bezahlbarem Wohnraum für Ortsansässige auf einer Landreserve der Bürgergemeinde. Als Trägerschaft soll eine Genossenschaft gegründet werden.
Anzahl Wohnungen: 60
Veranstalterin: Bürgergemeinde Samedan
Teilnehmer*innen: 12 Teams (27 Bewerbungen)
Fachjury: Pascale Guignard, Lorenz Eugster, Urs Primas, Tanja Reimer, Rainer Weitschies
Sachjury: Dumeng Clavuot, Gian Andrea Duttweiler, Claudia Nievergelt Giston, Corado Vondrasek
Jurierung: Januar und Februar 2024
– 1. Rang: Stücheli Pestalozzi Schiratzki Architekten, Zürich
– 2. Rang: studio trachsler hoffmann, Zürich, und Alder Clavuot Nunzi Architekten, Soglio
– 3. Rang: Studio DIA, Bern/Zürich
– 4. Rang: Renato Maurizio Architekten, Maloja, und Schmid Schärer Architekten, Zürich
– 5. Rang: EMI Architekt*innen, Edelaar Mosayebi Inderbitzin, Zürich
– 6. Rang: Annina Meier Architektur und Baseli Candrian Architekt, Zürich