Kreisläufe schliessen, CO2 sparen
Bei der Herstellung von Aluminiumprodukten spart Wiederverwendung bis zu 95 Prozent Energie. Aluminium Laufen Liesberg baut auch deshalb sein Angebot an Recycling-Legierungen aus.
Ohne eine Reduktion der Treibhausgasemissionen ist das Netto-Null-Ziel nicht zu schaffen. Bei der Senkung der CO2-Ausstösse bis 2050 auf netto null, spielt die Bauwirtschaft eine wichtige Rolle. Sie ist in der Schweiz für jährlich rund elf Millionen Tonnen CO2-Äquivalente und über 80 Prozent des Abfalls verantwortlich. Als «Mitverursacher» können Bauzulieferer, aber auch Architektinnen und Architekten – vor allem in der Entwurfsphase – entscheidende Weichen zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks ihres Projekts stellen.
Einer der wichtigen Hebel ist die Materialwahl. Die richtige Mischung aus emmissionsarmen Materialien, ihrer Langlebigkeit und die Nutzung erneuerbarer Energien für ihre Herstellung ist für die Reduktion der Treibhausgasemissionen entscheidend. In Fassadenbau, bei Fensterlösungen oder im Innenausbau spielt Aluminium eine wichtige Rolle. Aluminium-Bauelemente haben sich unter anderem durch ihren minimalen Wartungsaufwand und ihre lange Lebensdauer bewährt. Auch dank ihrer Korrosionsbeständigkeit halten Gebäudefassaden aus Aluminium oft länger als 50 Jahre.
Bei der Herstellung des Metalls wird mit der Verwendung von rezyklierten Material viel erreicht: Durch Wiederverwendung kann bis zu 95 Prozent der Energie eingespart werden, die es zur energieintensiven Gewinnung von neuem Aluminium braucht. Immer mehr Unternehmen, aus dem Fassadenbereich etwa, verwenden deshalb für ihre Profile nur noch Recycling-Legierungen oder solche, die mit erneuerbaren Energien hergestellt werden.
Aluminium Laufen bietet zwei Recycling-Legierungen an. Neu im Programm ist «EN AW-6060 Green Low» mit einem Anteil von mindestens 85 Prozent Post-Consumer-Schrott. Diese Legierung weist einen sehr niedrigen CO2-Fussabdruck von maximal 1.23 kg CO2-Äquivalent pro kg auf. Der Wert ist vor allem im internationalen Vergleich eindrücklich: Es sind rund 5 Kilogramm weniger als beim europäischen Primäraluminium (6.3 Kilogramm) und mehr als 13 Kilogramm weniger als der weltweite Durchschnitt von 14.8 kg CO₂-eq/kg anfallen. Bei der Legierung «EN AW-6060 Green» ist der Recyclinganteil mit mindestens 70 Prozent etwas kleiner. Sie führt ökologische Vorteile und hohe Konstanz für ein breites Anwendungsspektrum zusammen. Als weitere Option bietet Aluminium Laufen eine Legierung an, welche unter Einsatz von erneuerbarer Energie hergestellt wird. Bei der «EN AW-6060 Low Carbon» konnte der CO2-Fussabdruck auf maximal 3.8 kg CO₂-eq/kg reduziert werden.
Eine wichtige Rolle bei der Ökobilanzierung spielen auch kurze Transportwege: Seit 2002 stellt Aluminium Laufen im Laufental Bolzenformate und Legierungen selbst her. Durch Einschmelzen von Kreislaufschrott im Recycling-Center vor Ort fallen lange Transportwegen weg. Und was aus dem Ausland bezogen werden muss, wird konsequent per Schiff und per Bahn angeliefert. Das Recyclingmaterial geht aber nicht nur aus der Fabrik zum Kunden, sondern von dort auch wieder rein: Das Unternehmen nimmt im firmeninternen Recycling-Center auch Aluminiumschrotte entgegen, welche bei den Kunden anfallen.
Die Rubrik Werkplatz ist eine Kooperation von Hochparterre mit ausgesuchten Firmen und Institutionen des Werkplatzes Schweiz.
Das Unternehmen
Die Aluminium Laufen AG Liesberg gehört seit 1927 zu den grossen Schweizer Unternehmen der Aluminium-Industrie. Am Standort in Liesberg (BL) stellen 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Strangpressanlagen Aluminium-Profile, -Rohre und -Stangen sowie Gussprodukte her, inklusive Nachbearbeitung, Beschichtung und Vormontage. Das firmeninterne Recycling-Center, der eigene Werkzeugbau sowie CAD- und Simulationsprogramme bilden die Basis für montagefertiges Aluminium-Bauteile aus Schweizer und einer Hand.
Aluminium Laufen AG Liesberg
Industriestrasse 5
4253 Liesberg
+41 61 775 22 22
info@aluminium-laufen.com
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