Tech-Sprössling im Betonland
Zwei Millionen Franken, ein gebrauchter Roboter und etwas Grössenwahn: Ob das Start-up-Unternehmen Rematter mit Holz und Lehm die Betonflachdecke verdrängen wird?
Im Pitch Deck von Rematter ist die Zukunft bereits geschrieben. Da ist erstens die Dringlichkeit: 37 Prozentder globalen CO2-Emissionen entstammen der Bauwirtschaft, und die meiste Masse steckt in den Geschossdecken. Da sind zweitens der Status quo und die fehlende Konkurrenz: 85 Prozent der Decken bestehen aus Stahlbeton, und die Alternativen des Holzbaus sind zu teuer oder zu schlecht punkto Brand- und Schallschutz, Wärmespeicherung und Zirkularität. Und da ist das bahnbrechende Produkt: eine robotisch gefertigte Holzbalkendecke mit Lehmgewölben, die 80 Prozent CO2 einsparen hilft, das Raumklima verbessert, die Bauzeit verkürzt und noch nicht einmal teurer ist als die Betondecke.
