Where have you BIM?

Mit grossen Versprechungen angetreten, ist BIM in letzter Zeit etwas von der Bildfläche verschwunden. Ein Grund, Experten zu fragen, wo die digitale Transformation in der Schweizer Baubranche steht.

Fotos: Carolin Eitel

Mit grossen Versprechungen angetreten, ist BIM in letzter Zeit etwas von der Bildfläche verschwunden. Ein Grund, Experten zu fragen, wo die digitale Transformation in der Schweizer Baubranche steht.

Vor zehn Jahren publizierte Hochparterre das erste von zwei Themenheften zur damals neuen Arbeitsmethode ‹Building Information Modeling› (BIM). «Ich bin gespannt, wie die BIM-Bilanz in ein paar Jahren aussehen […] wird», sagt Lorenz I. Zumstein, damals Projektleiter bei Jessenvollenweider, im Themenheft ‹Das informierte Modell›, erschienen im Juni 2015. Heute ist Zumstein Stadtbaumeister von Rheinfelden und sagt: «BIM ist aus Sicht der Kleinstadt noch sehr weit weg und spielt fast keine Rolle.» Bei der Lektüre des erwähnten Themenhefts fällt eine Reihe von Versprechen auf, deren Erfüllung sich die Branche erhofft hat. Mit BIM sollen Fehler bereits in der Planung und nicht erst auf der Baustelle ausgemerzt werden können. BIM soll helfen, Kosten und Termine im Griff zu haben. BIM soll die Zusammenarbeit der an einem Bau beteiligten Parteien fördern. Und gerade die Architektinnen und Architekten wollen von der Technologie profitieren, mehr Einfluss auf die Projekte haben und mehr Zeit für den Entwurf bekommen. Also, wo stehen wir denn gegenwärtig mit der Technologie BIM und der digitalen Transformation in der Schweizer Baubranche? Fünf Experten aus verschiedenen Branchen und Perspektiven geben Auskunft, welche Errungenschaften und Enttäuschungen die vergangenen zehn Jahre gebracht haben, was der nächste Schritt sein muss und was die Zukunft bringt. Ernüchterung und Frust Um es vorwegzunehmen: Nach ersten Hype-Jahren ist es ruhiger geworden um BIM, eine gewisse Ernüchterung bis hin zur Enttäuschung hat Einzug gehalten. Einer, der das mit Zahlen belegen kann, ist Sandor Balogh, CEO der Kollaborationsplattform Smino. Er hat die Projekte auf seiner Plattform ausgewertet: 2022 wurden nur gerade 5 Prozent der Projekte mit BIM umgesetzt. Ein Jahr später waren es ganze 29 Prozent, 2024 verzeichnet einen Rückgang auf 23 Prozent, und im laufenden Jahr scheint ...

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