Züchten für die Zukunft
Pilze hätten das Potenzial, Kunststoffe zu ersetzen. Nun tüftelt ein Basler Jungunternehmen an einem Verfahren, das den Biowerkstoff konkurrenzfähig machen soll.
Pilze sind faszinierende Lebewesen, die komplexe Systeme bilden und so manche Speisekarte bereichern. Doch was auf unseren Tellern zu liegen kommt, ist lediglich der Fruchtkörper des Pilzes. Der grössere und interessantere Teil befindet sich im Erdboden: das Myzel. Es besteht aus feinen sogenannten Hyphen, einem faserigen Wurzelnetzwerk, das Nährstoffe sammelt und transportiert.
Mycrobez
Das von Mosas Pilscheur, Jonas Staub und Moritz Schiller gegründete Unternehmen will erdölbasierte Kunststoffe durch Myzelkomposite ersetzen. Um die hohen Kosten für den jungen Werkstoff zu senken, arbeitet das Team an der Entwicklung eines vollautomatisierten Produktionsprozesses. Das Myzelkomposit besteht aus biologischen Reststoffen und Pilzgeflecht und findet Anwendung in der Verpackungs- und Bauindustrie sowie in der Landwirtschaft. www.mycrobez.ch