Heimat schaffen mit Jürg Sulzer
Jürg Sulzer (82) wurde geprägt vom Studium in Berlin und war Stadtplaner in Bern. Im Rückspiegel pladiert der Architekt für «Raumgeborgenheit» und umsichtiges Weiterbauen unserer Städte.
Jeden Backstein der Kirche Saatlen in Zürich-Schwamendingen habe ich für den Architekten Claude Paillard gezeichnet, kurz nach meiner Hochbauzeichnerlehre. Der war ja ein Pingelkopf! Aber es war eine grosse Leistung, in dieses Siedlungschaos eine Skulptur zu setzen, die Ruhe schafft. Bereits in den 1960er-Jahren fehlte mir der räumliche Zusammenhang in der Agglomeration. Dem wollte ich etwas entgegensetzen und deshalb Städtebau studieren. In der Schweiz hätte ich damals nur Techniker werden können, also ging ich nach Berlin.