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Was ist mit dem bewährten offenen Verfahren los?
Was ist mit dem bewährten offenen Verfahren los?

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Das Jahr des offenen Wettbewerbs

Text: Ivo Bösch / 11.03.2013 15:33

hochparterre.wettbewerbe ruft 2013 als Jahr des offenen Wettbewerbs aus. Waren vor wenigen Jahren noch die Wettbewerbe mit Präqualifikation unbekannt, gehören sie heute zu den häufigsten durchgeführten Wettbewerben.

Neulich haben wir uns gefragt, warum in der Westschweiz der offene Wettbewerb die Regel ist und der selektive die Ausnahme. Warum verhält es sich in Zürich genau gegenteilig? Stimmt das Gefühl? Warum schwärmen alle Architekten vom offenen Wettbewerb? Warum machen viele Architekten nur noch selektive Wettbewerbe, wenn sie die Präqualifikationshürde geschafft haben? Warum ist das kostengünstige und einfache offene Verfahren bei manchen Veranstaltern des Teufels? Wieso verzichten Auslober freiwillig auf eine grössere Auswahl an Projekten? 2013 werden wir Antworten suchen und in Artikeln und Interviews veröffentlichen. Sie werden im hochparterre.wettbewerbe, im Hochparterre und auf hochparterre.ch davon lesen. Deshalb und weil wir der Meinung sind, der offene Wettbewerb gehört wieder mehr durchgeführt, rufen wir das Jahr des offenen Wettbewerbs aus.

Die Wettbewerbskommission des SIA hat von unseren Absichten Wind bekommen und uns ein Grusswort des Präsidiums geschrieben, also vom Architekten Ruedi Vogt und von der Landschaftsarchitektin Sibylle Aubort Raderschall: «Das Präsidium begrüsst die Initiative von hochparterre.wettbewerbe sehr. Seit Langem setzt sich die Wettbewerbskommission des SIA für ein ausgewogenes Verhältnis von offenen und selektiven Verfahren ein. Der Wettbewerb im offenen Verfahren bietet viele Vorteile. Er ermöglicht jungen Architekturbüros den selbstständigen Einstieg in die Berufswelt. Doch auch bestandene Fachleute profitieren von offenen Verfahren. Sie können ihr Aufgabengebiet erweitern und vermeiden so eine einseitige Spezialisierung auf bestimmte Bauaufgaben. Der Auslober leistet mit dem offenen Wettbewerb einen Beitrag zur Nachwuchsförderung und Diversifikation der Architekturbüros und erhält dafür eine grosse Vielfalt von Lösungsmöglichkeiten.»

Kreuzweise gestapelte Gemeinschaftsräume Berrel Berrel Kräutler gewinnen den offenen Projektwettbewerb für neue Verwaltungsbauten in Ittigen.

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Kommentare

hans fischer

11.03.2013 21:34

.....ein wettbewerb ist nur einer, wenn er offen ist....punkt...!

martin meyer

11.03.2013 22:08

Die Wettbewerbsverfahren können auch offen effizient und ressourcenschonend durchgeführt werden. Beispielsweise via offene zweistufige Verfahren mit Skizzen- oder Konzept-qualifikation. Erste Stufe mit Schwerpunkt städtebauliche Setzung, Volumetrie, Etappierung, Funktionalität o.ä., zweite Stufe vertieft bis zum Detailschnitt.

peter sägesser

12.03.2013 17:51

ich kann den herren fischer und meyer nur zustimmen. die erfolgsquote junger büros bei offenen wettbewerben zeigt mir, dass mit offenen verfahren die qualität steigt.

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